Niederwieser übernimmt Traineramt bei Rapid Lienz

Interview mit einer grünweißen „Legende“. Wohin geht die Reise im Lienzer Fußball?

Wie wir bereits berichteten, wechselt Rapid Lienz nach dem Abstieg aus der Kärntner Liga den Trainer. Manfred „Wiesl“ Niederwieser ist der neue starke Mann auf der Trainerbank der Dolomitenstädter und beerbt Bernhard Zoier, bei dem sich unsere Sportredaktion für die gute Zusammenarbeit bedankt!

Manfred Niederwieser war erfolgreicher Torwart und coachte eine Reihe von regionalen Teams. Jetzt übernimmt er die Trainerbank bei seinem „Herzensverein“ Rapid Lienz. Foto: Expa/Groder

Manfred Niederwieser war in seiner aktiven Karriere einer der besten Tormänner, die je in Osttirol ein Gehäuse hüteten. Sein Weg führte von Rapid Lienz zum FC Tirol in die Bundesliga, dann zur WSG Wattens (1. Division) und wieder zurück zu den Grünweißen. Mit 33 Jahren beendete ein Achillessehnenriss die Karriere als Torwart und Niederwieser wechselte auf die Trainerbank. Er coachte sehr erfolgreich den ASV Lienz, SV Lienz, Winklern, Sillian, FC-WR Nußdorf/Debant und Dölsach. Mit 55 Jahren kehrt der Lienzer zu seinem Herzensklub zurück und will die Rapidler wieder auf die Erfolgsspur zurückführen. Wir haben uns mit dem neuen Rapid-Trainer zu einem Gespräch getroffen:

Manfred, nach dem Abstieg aus der Kärntner Liga gilt es vor allem, die Mannschaft wieder aufzurichten. Wie und mit welchem Trainerteam willst du das tun?

Viele Einzelgespräche sollen dafür sorgen, dass die Spieler wieder Spass und Freude am Fußball haben und gerne zum Training kommen. Denn nach der letzten Saison gibt es vor allem im mentalen Bereich dringenden Handlungsbedarf. Unterstützen wird mich dabei mein Co-Trainer Michael Platter und der Trainer unserer 1b Mannschaft Hannes Brunner.

Wie sieht die Vorbereitung aus?

In der eher kurzen Vorbereitungszeit im Sommer gibt es bei uns aufgrund der Trainingslager der internationalen Mannschaften immer Engpässe mit den Plätzen im Dolomitenstadion Lienz. Obmann Didi Müller ist aber eifrig auf der Suche nach Ausweichmöglichkeiten. Vorbereitungsspiele werden wir gegen den FC Lendorf, Dölsach, Sillian und Irschen bestreiten. Dann spielen wir in der 1. Runde des KFV Cups gegen den Sieger aus der Partie Oberdrauburg – Virgen und am 28. oder 29. Juli startet für uns die Meisterschaft in der Unterliga West mit dem Heimspiel gegen den SV Sachsenburg. Das wird sicher eine schwere Aufgabe.

Gibt es bereits Neuzugänge bzw. Abgänge?

Oliver Steiner (Matrei), Christopher Granig (SV Union Stall), Markus Bachmann (Dölsach) und Luka Tolic (retour von Nikolsdorf) konnten wir bereits fix verpflichten, auf gewissen Positionen besteht aber noch Handlungsbedarf. Nicht mehr dabei sind die Stammspieler Christian Korunka, Mario Kleinlercher (beide nach Matrei), Daniel Leitner (FC Lendorf) und Markus Ebner (FC Union Raiffeisen Sillian/Heinfels). Matthias Waltl steht uns aufgrund einer Verletzung noch einige Zeit nicht zur Verfügung.

Wie lautet das Saisonziel?

Das werde ich mit der Mannschaft noch genauer definieren. Wir müssen einmal schauen, wie es bis zum Winter läuft und können dann das Ziel immer noch nach oben korrigieren. Vorerst ist das Wichtigste, dass wir den Abwärtslauf stoppen und den Umkehrschwung schaffen. Mein Trainerteam und ich sind aber optimistisch, dass uns das gelingt. Freuen können sich die Osttiroler Fußballfans schon jetzt auf die Spiele gegen die Union Matrei und den FC-WR Nußdorf/Debant, die wir natürlich erfolgreich bestreiten wollen.

Danke für das Gespräch und alles Gute!

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