Eine Schule schließt und bleibt ein Platz für Kinder

Die Volksschule Feld in St. Veit ist Geschichte. Das Gebäude wird umfunktioniert.

Mit einer Feldmesse und einigen Einlagen der Kinder wurde der Schulschluss an der Volksschule Feld in St. Veit zum letzten Mal gefeiert. Fotos: Defnet

Über 200 ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Direktoren und St. Veiter Gemeindebürger kamen zum „endgültigen“ Schulschlussfest der Volksschule Feld in Defereggen. Mit einer Feldmesse vor dem Schulgebäude, zelebriert von Dekan Reinhold Pitterle, dankte man für ein gelungenes Schuljahr. Die neun Kinder der Volksschule Feld, mit ihrer Direktorin Birgit Patterer und Lehrerin Sylvia Payer, präsentierten einige Sketches und Einlagen und zeigten ihre Talente.

Die Volksschule Feld schließt nach über 200 Jahren ihre Pforten. Nachdem immer weniger Kinder die Schule besuchen werden und in der Gemeinde zwei Volksschulen bestehen, entschloss sich der Gemeinderat von St. Veit, gemeinsam mit der Abteilung Bildung vom Amt der Tiroler Landesregierung, die Schule zu schließen. „Die Kinder werden dann ab Herbst die zweiklassige Reimmichl Volksschule St. Veit besuchen“, so Direktorin Birgit Patterer, die dort zukünftig als Klassenlehrerin anzutreffen sein wird.

V.l. Bürgermeister Franz Hopfgartner (Hopfgarten), Pflichtschulinspektorin Elisabeth Bachler, Direktor Markus Tönig (Reimmichl Volksschule St. Veit), Direktor Willi Veider (NMS St. Jakob), Direktorin Birgit Patterer (Volksschule Feld), Bürgermeister Ingo Hafele (St. Jakob), Bürgermeister Vitus Monitzer (St. Veit) und der ehemalige Bezirksschulinspektor Horst Hafele erschienen als Ehrengäste zur Schulschlussfeier.
Direktor Markus Tönig hieß seine Kollegin Birgit Patterer in der Schulgemeinschaft der Reimmichl Volksschule St. Veit „Herzlich Willkommen“.

Das Schulgebäude soll aber weiterhin in Verwendung bleiben – und das wiederum für Kinder. „Das Kinderbetreuungsnetzwerk Defereggental, eine neugegründete Initiative der drei Deferegger Talgemeinden, wird hier ab kommendem Herbst eine Kinderbetreuung für drei bis zehnjährige Kinder anbieten“, so Bürgermeister Vitus Monitzer, der sich freut, dass im ehemaligen Schulgebäude weiterhin geschäftiges Treiben herrschen wird.

Auch Pflichtschulinspektorin Elisabeth Bachler sieht in der Zusammenlegung der zwei St. Veiter Schulen eine Bereicherung und bedankte sich bei Birgit Patterer, die sechzehneinhalb Jahre lang an der Volksschule Feld ihre pädagogische Heimat hatte und der Gemeinde St. Veit durch ihren Einsatz in der Reimmichl Volksschule erhalten bleibt: „Ich darf dir für deine neue Aufgabe in St. Veit eine Schultüte mitgeben, gefüllt mit Dingen, die du sicher in deinem neuen Betätigungsfeld gut brauchen kannst. Sie mögen dir den Alltag versüßen und auf deinem neuen Pult erblühen.“ Außerdem enthalte die Schultüte „Gedanken, die die Kinder von Feld sicher über dich gesagt haben und ganz sicher in St. Veit bald sagen werden.“

Pflichtschulinspektorin Elisabeth Bachler dankte Direktorin Birgit Patterer für ihre geleistete Arbeit als Schulleiterin und überreichte ihr eine ganz besondere Schultüte.

Übrigens – der ehemalige Bezirksschulinspektor Horst Hafele, ein gebürtiger St. Veiter, der als Ehrengast erschienen war, war ebenfalls ein ehemaliger Schüler der Volksschule in Feld, genauso wie Sebastian Rieger, besser bekannt als der „Reimmichl“.

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