Tschechische Bergsteigerin aus Gletscherspalte geborgen

Unfall passierte bei einer Glocknertour. Die Frau wurde nur leicht verletzt.

In den frühen Morgenstunden des 23. Juli brachen eine 32-jährige Frau und ein 33-jähriger Mann, beide tschechische Staatsbürger, von der Stüdlhütte bei Kals auf, mit dem Ziel, über den Stüdlgrat den Großglockner zu besteigen. Da ihnen jedoch das Wetter zu unsicher war, entschlossen sie sich, nicht in den Grat einzusteigen, sondern umzukehren und wieder zur Stüdlhütte abzusteigen.

Kurz unter dem „Luisengrat“, auf einer Seehöhe von 3.150 Metern, brach die am Seil vorausgehende Frau durch eine vom Regen aufgeweichte Schneebrücke und stürzte in eine Gletscherspalte. Ihr Begleiter konnte den Sturz zwar halten, jedoch die 32-Jährige nicht bergen, da sich das Seil in der am Spaltenrand befindlichen Schneewächte eingeschnitten hatte.

Da die Bergung auch nicht mit Hilfe einer zweiten Seilschaft, welche zufällig auf der Unfallstelle eintraf, gelang, setzte die Gruppe schließlich einen Notruf ab und zwei Notarzthubschrauber brachten die Bergretter zu der Verunglückten. Die Frau wurde von der Rettungsmannschaft geborgen. Sie wurde mit Prellungen und einer leichten Unterkühlung ins Krankenhaus Lienz geflogen. Ihren Begleiter brachten die Bergretter konventionell ins Tal. Die Kletterer waren hervorragend ausgerüstet.

Sowohl Christophorus 7 als auch Martin 4 waren im Einsatz, um Bergretter auf den Glocknergletscher zu bringen. Foto: Expa/Groder
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