Videoreportage: Eingelebt und abgeschoben

Eine russische Familie verliert ihr zweites Zuhause und viele Osttiroler Freunde. 

Magomed Magomedov stammt aus Dagestan, einer im Nordkaukasus gelegenen Teilrepublik der russischen Föderation. Vor viereinhalb Jahren, genau im Jänner 2013, flüchtete Magomedov mit seiner Frau Nasibat und den beiden Töchtern Alia und Salichat – damals zwei und vier Jahre alt – nach Österreich. Die Familie reiste illegal ein, stellte einen Asylantrag und landete in der Lienzer Angerburg. Seit einigen Wochen weiß Magomed Magomedov, dass er mit seiner Familie – die um das 2014 geborene Töchterchen Safia angewachsen ist – zurück nach Russland muss. Magomed hat eine Jobzusage bei einem Osttiroler Handwerksbetrieb. Hätte er Asylstatus erhalten, könnte er arbeiten und für seine Familie sorgen.

In der alten Heimat war er Handwerker, seine Frau war Visagistin bei einem Friseur. Sie hatten, so erzählen die beiden im Dolomitenstadt-Interview, ein gutes Leben. Bis zu dem Tag, an dem ihr Nachbar erschossen wurde, in der Nachbarwohnung, von vermummten Männern. Es könnten Polizisten gewesen sein. Magomed Magomedov ist davon überzeugt. Er machte an diesem Abend einen entscheidenden Fehler. Statt wegzuschauen und wegzuhören, lief er hinaus um nachzusehen. Er sah die Täter und sie sahen ihn. Es folgte ein Übergriff, der das Leben der Familie auf den Kopf stellte. Mit Schüssen und Fußtritten wurde ihre Wohnungstür aufgebrochen, Magomed wurde festgenommen, verhört und geschlagen. Als er nach drei Tagen heimkam, packte er Frau und Töchter zusammen und floh.

Magomed überzeugte die österreichischen Behörden mit dieser Geschichte nicht davon, dass er und seine Familie Schutz brauchen. Russland ist groß. Groß war auch die Hoffnung von Magomed, Nasibat und ihren Töchtern, die in den letzten Jahren heranwuchsen und Freunde gewannen. Unter ihnen Doris Niederwieser, Lehrerin an der NMS Egger-Lienz, deren Tochter Anne „beste Freundin“ von Salichat ist. Wenn die Mädchen nebeneinander sitzen und miteinander reden, dann sieht und hört man zwei Osttiroler Kinder.

„Die Familie hat alles unternommen, um sich gut zu integrieren“, erzählt Niederwieser. Das beweist auch ein buchdicker Ordner, in dem fein säuberlich Zeugnisse abgeheftet sind, von Kursen und diversen Jobs, die während des Asylverfahrens absolviert wurden. Alle Zeugnisse sind gut. Nicht nur die Kinder, auch Magomed und seine Frau sprechen Deutsch. Es ist eine schwere Sprache, doch beide bemühen sich und lernen.

Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Bereits vor vier Jahren lehnte das Bundesasylamt den Antrag der russischen Familie ab. Es folgte ein zermürbender Berufungsmarathon, der am 29. Juni 2017 durch den Verwaltungsgerichtshof ein Ende fand. Magomed, Nasibat und ihre Mädels sind jetzt endgültig illegal in Osttirol, auch die kleine Safia, die hier geboren wurde. Für die russische Familie und ihre mittlerweile zahlreichen Osttiroler Freunde ist damit auch die letzte Hoffnung zerplatzt. Das Sterben könnte aber noch nicht abgehakt sein. Magomed rechnet bei einer Rückkehr mit dem Schlimmsten.

Dolomitenstadt-Videoreporter Peter Werlberger hat die Familie, die vielleicht ihre letzten Tage in Lienz verbringt, mit der Kamera besucht. Er nennt seine Reportage: „Eingelebt und abgeschoben.“

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26 Postings bisher
Nickname vor 4 Monaten

Seltsam, dass es nie erwähnt wird, WIE die Familie eingereist ist (ausser es war illegal - eh logisch) und warum ausgerechnet nach Österreich. Für russische Staatsbürger gibt es jede Menge visumfreie Länder und russischsprachige auch noch, wo die Familien sich verstecken können. Wie Benutzer Aspasia sagte - es fehlt die Stellungnahme der Asylbehörde, nur Emotionen. Was Emotionen betrifft - Osttirol hat grossteils echt tolle Flüchtligsbewerber/-innen und die, die schon mit "positiv" hier leben. Es wird aber nicht nach gut/schlecht entschieden, sondern nach Gesetz.. oder?

Helwa vor 4 Monaten

Nachdem man diese Familie 5 Jahre hingehalten hat, will man sie abschieben damit neue "Kriegsflüchtlinge" ohne Papiere Platz haben.

Aspasia vor 4 Monaten

Sehr geehrter Herr Pirkner!

Ich vermisse in Ihrem Bericht eine Stellungnahme der Asylbehörde. Man muss immer über beide Seiten berichten. Zweitens: Wir brauchen dringend schnelle und unbürokratische Asylverfahren, auch Berufungen müssen schneller abgewickelt werden. Denn so ist es ja wirklich unmenschlich. Doch hat es die Asylbehörde natürlich nicht leicht. Wie soll man wissen, wer wirklich verfolgt wurde in seinem Heimatland? Die Behörden dort werden wohl keine Bestätigung schicken, dass sie Leute bedrohen. Und was sind überhaupt Asylgründe? Nur Bedrohung von Leib und Leben durch politische Verfolgung, Krieg ... Oder auch wirtschaftliche Gründe, was ist mit Klimaflüchtlingen? Und wer definiert, wann jemand integriert ist? Wie wird sich die Erhöhung des Anteils von Migranten mit muslimischen Glauben auf unsere derzeit sehr liberale Gesellschaft langfristig auswirken? Wir hatten doch gerade erst die Dominanz konservativer Werte gebrochen, man muss realistisch bleiben und darf nicht übersehen, dass viele Asylanten aus nicht aufgeklärten, konservativen islamischen Gesellschaften kommen und das unsere Gesellschaft beeinflussen wird. Ich sehe aber keine Debatte darüber, wie man z.B. einen aufgeklärten Euro-Islam fördern könnte, stattdessen entweder nur totale Ablehnung oder falsch verstandene Toleranz. Und zum zu erwartenden Einkommen des Familienvaters: Möchte nicht wissen, wie viele Osttiroler Familien auch nur wenig Einkommen haben. Schiebt man die jetzt auch ab? Was ist mit den Osttiroler Arbeitslosen, die vielleicht durch die Anstellung von Menschen mit Asylstatus neidig werden und dann aus Protest FPÖ wählen? Und damit eine Partei wählen, die Sozialabbau betreiben wird. Alles sehr, sehr schwierig und in den Medien herrscht leider entweder eine extreme Stimmung contra Asylanten oder eine extreme Stimmung pro Asylanten vor. Nirgendwo findet man differenzierte Positionen dazwischen. Entweder ist der Staat megaböse und schiebt zu viele Leute ab oder er ist viel zu milde und lässt alle da. Politisch rechts denkende Menschen sind genauso blind wie die links denkenden, leider. Wir brauchen eine breite und ehrliche Debatte darüber, welchen und wie vielen Menschen wir helfen wollen und können, indem wir sie hier aufnehmen. Und wenn man sie aufnimmt, dann muss man ihnen hier auch wirklich eine Chance geben. Weiters darf auch nicht vergessen werden auf die einheimischen Menschen, denen es wirtschaftlich nicht gut geht. Denn die Schere zwischen Arm und Reich tut sich immer mehr auf und durch die derzeitige Globalisierung und Digitalisierung und die Weigerung der Politik auf diese adäquat zu reagieren, wird sie wohl noch weiter aufgehen.

Klaus Schneeberger vor 5 Monaten

Ich kann den Beitrag, soweit es den Osttiroler Teil des Berichtes betrifft, nur vollinhaltlich bestätigen. Salichat, die älteste der drei Töchter, hat zwei Jahre lang meine Klasse besucht und sich dort als absolute Bereicherung der Klassengemeinschaft erwiesen. Mit ihrem Temperament hat sie die Geschichte dieser Klasse wesentlich mitgeschrieben und sich als einzigartiger Stein in einem bunten Mosaik kleiner Persönlichkeiten erwiesen. Ihre Mutter, (wohl primär mit den Erziehungsaufgaben in der Familie betraut) hat, wann immer es notwendig war, den Kontakt zu Schule gesucht, hat die Elternabende- und sprechtage regelmäßig besucht, zuerst mit Dolmetscherin, bald aber alleine, da ihr Sprachverständnis ausreichend war. Sie hat zweimal im Jahr eine Jause für die ganze Klasse vorbereitet, so wie (fast) alle anderen Eltern auch. Sie hat mir auch erzählt, dass sie ihrer Tochter bei den Mathematik-Hausübungen weiterhilft. Umgekehrt hat die Tochter sie beim deren Deutschkursen unterstützt. All das habe ich öfter als einmal für die Asylbehörde schriftlich bestätigt. Ebenso wurden von Seiten der Schulleitung jedesmal, wenn erforderlich, positive (weil den Tatsachen entsprechende) Stellungnahmen verfasst und weitergeleitet ... und dann begründet man die Abschiebung mit mangelnder Integrationswilligkeit! Ja muss man in Ösgerreich zur katholischen Kirche konvertieren und dem Islam abschwören, um Integrationswillen zu zeigen? Jedenfalls will ich mir noch gar nicht vorstellen im Herbst ohne die liebgewonnene Salichat zu starten 😞 ! Wer immer Hilfe oder Rat weiß, der möge bitte sofort aktiv werden!!! Wenn es nicht anders möglich ist, dann sollte gerade in diesem Fall "Gnade vor Recht" gelten!!!

    senf vor 4 Monaten

    lieber herr schneeberger, ich lese im bericht von gerhard pirkner, dessen korrekte berichterstattung ich sehr schätze, dass herr magomed magomedov die österreichischen behörden mit seiner geschichte nicht überzeugen konnte. sie schreiben jedoch, dass man die abschiebung in mangelnder ntegrationswilligkeit begründet und zählen erfolgte schulische maßnahmen auf, zu der ohnehin auch jede österreichische familie verpflichtet ist und als selbst verständlich anzusehen gilt. wenn nun die asylbehörde zu einen anderen ergebnis gekommen ist, dann denke ich, dass dieses ja wesentlich tiefer geht und wahrscheinlich auch auf infos des mutterlandes der flüchtlingsfamilie beruht. ich persönlich frage mich, warum die familie magomedov trotz flüchtlingsstatus und der unsicheren situation sich nochmals für nachwuchs entschieden hat und warum sich die frau - trotz integrationswilligkeit - mit kopftuch zeigt, obwohl der kopftuchzwang ja nicht im koran gelebt wird, sondern als tradition im manchen muslemischen ländern angesehen wird. ich denke auch, dass die drei töchter spätestens im pubertierenden alter vor diese wahl stehen. das schicksal dieser familie liegt wohl eher in der langen entscheidungsphase der asylbehörde, wo hoffnung bestand und mit der zeit vieles zum alltag wurde. zu gerne wird das dann auf emotionaler ebene beurteilt. auch ich kann das gut verstehen - auch die bösen reaktionspostings, die jetzt kommen werden.

      austrojerk vor 4 Monaten

      Wobei aus dem Artikel hervorgeht, dass die Asylbehörde bereits vor vier [!] Jahren abgelehnt wurde. Der Rest war nur noch ein Klagemarathon auf fremde Rechnung. Das zeigt den Schwachpunkt im Asylsytem an.

      Instinktivist vor 4 Monaten

      @austrojerk! Wieso auf fremde Rechnung? Kannst du deine Aussage denn auch irgendwie belegen? Bringt dich polemisieren im Leben weiter? Bitte lass uns alle wissen was du zu wissen glaubst 🙏

stesom vor 5 Monaten

verdammt...wieder mal muß ich ich mich für mein Heimatland schämen

    Unholder0815 vor 4 Monaten

    @stesom, es zwingt dich niemand in Österreich zu bleiben,wenn du dich so schämst. Und falls du ein besseres Land findest , teile es uns doch Bitte mit. Unser kleines Land leistet unglaublich viel. Wo ist der Respekt vor unserem Österreich?

      le corbusier vor 4 Monaten

      Servus (Shalom, salām alaikum) Unholder, es scheint wohl, dass du und stesom unterschiedliche Ansichten zu "unserem Österreich" habt. Ist schon etwas viel schichtiger des Schnitzel, die Panier doch meistens baun. Vielleicht brauchen wir die EU Bräunungstabellen doch dringender als manche glauben.

hannes vor 5 Monaten

ich kann das Vorposting nur unterstützen: Welche weltfremden Bürokraten erfüllen noch dümmere Gesetze........ wo ist unsere vielgepriesene Menschlichkeit. Ausserdem wird alles falsch gemacht: der Integrierte wird abgeschoben, dann um viel Geld ein Neuer ausgebildet, um dann nach Jahren wieder abgeschoben zu werden. tu felix austria.............lernt bitte Geschichte hannes schwarzer

    chiller336 vor 4 Monaten

    lieber hannes schwarzer - unsere vielgepriesene menschlichkeit sollte vor allem teilen der eigenen bevölkerung zuteil werden

      chiller336 vor 4 Monaten

      nur mal zum nachdenken für alle nichtzustimmenden clicker ... http://www.krone.at/oesterreich/tiroler-obdachloser-haett-so-gern-a-dahoam-von-stadt-delogiert-story-582199

      Instinktivist vor 4 Monaten

      lieber Chiller, wenn Österreich für die Asylwerber bzw. Ausländer generell mehr übrig hat als für die Einheimischen, wieso sind dann in IBK die Obdachlosenheime voll von Ausländern? Genau diese Polemik der Kronenzeitung und anderer Qualitätsmedien hat von Anfang an für viele unserer Landsleute eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema Asyl unmöglich gemacht.

      chiller336 vor 4 Monaten

      instinktivist - das habe ich auch nicht behauptet und das steht auch nicht in dem artikel - dort ist nämlich zu lesen, dass dieser herr lieber auf der straße lebt, als im obdachlosenheim mit unzähligen flüchtlingen der gefahr von raufereien und messerstechereien ausgeliefert zu sein. flüchtlinge werden aufgenommen, weil sie in ihren herkunftsländern bedroht, verfolgt etc werden und vor der gefahr flüchten, aber unsere einheimischen sollen dann genau solchen gefahren ausgesetzt werden? wo ist da die polemik? GENAU das meine ich mit vielgepriesener menschlichkeit in meinem obigen kommentar ... und am allerwenigsten können die einheimischen dafür, dass sich manche dieser flüchtlinge nicht im griff haben

Gertrude vor 5 Monaten

Vielleicht gibt es eine Pfarre, welche der russischen Familie Kirchenasyl gewährt.

bergfex vor 5 Monaten

Besser ist Menschen auf zu nehmen die keine Papire hatten und die Behörden angelogen haben, daß sie Kriegsflüchtlinge seien. So sieht es aus.

DimebagDarell vor 5 Monaten

Als Familienvater wirds einen da richtig schlecht... Wenn die Geschichte stimmt, wovon ich ausgeh, sollten noch mal alle Hebel in Bewegung gesetzt werden damit diese Familie bleiben darf. Für Flüchtlinge die sich mehrfach strafbar machen haben wir Platz genug, für eine gut integrierte Familie leider nicht. Die Begründung, dass der Job zu schlecht bezahlt wäre um sich selbst zu versorgen ist mir zweifelhaft... Wünsche mir vorallem für die Kinder (die offensichtlich top integriert sind) eine sorgenfreie Zukunft "bei uns in Lienz". Beide Erwachsene sprechen wirklich gutes Deutsch, man sieht Ihnen an, dass sie sich Mühe geben unsere Sprache zu lernen. Hoffentlich gibts i dem Fall noch ein Happy End. Und ja, jeder Flüchtling, auch ein Wirtschaftsflüchtling, hat seine eigene Geschichte, dennoch sollte man vorallem bei "Familien mit so kleinen Kindern" einfach anderst denken! Denen würde man eiskalt eine sichere Zukunft klauen.

austrojerk vor 5 Monaten

Es mag tragisch für die Familie sein, aber wir können nicht jeden aufnehmen. Und Russland ist nicht nur die Stadt, wo diese Menschen wohnen. Die Familie findet sicher auch in Russland ein sicheres Plätzchen zum leben. Hier zeigt sich aber auch ein grober Fehler in unserem Asylsystem, welches auf die aktuelle Situation natürlich nicht ausgelegt ist. Man kann sich durch zig Instanzen klagen und zum Schluss dann auf ein Bleiberecht hoffen, weil man ja schon so lange im Land ist. Fakt ist aber auch: Nicht in ganz Russland wird diese Familie bedroht.

    enjoy vor 5 Monaten

    Lieber Austrojerk, ich teile deine Meinung das "wir" nicht jeden aufnehmen können, es liegt aber nicht in deiner Entscheidung, denn du wohnst hier in Österreich, bist vielleicht da geboren, musst froh sein, das es uns sooo was von gut geht, und wir nicht vor irgendetwas flüchten müssen, aber bitte denk auch mal drüber nach, wie es wohl genau dieser familie geht, die nun zurück in ihr land sollen, wo sie sich bedroht gefühlt haben. wir haben platz hier in lienz für genau diese 5 personen, sie genießen hier ihr leben und sind glücklich!!! es geht nicht um ein sicheres plätzchen zurück in russland zu finden, es geht um viel viel mehr!!!!!

      austrojerk vor 4 Monaten

      Ich sag es nochmal: Der Familie kann man keinen Vorwurf machen, vielmehr sind die sogenannten Freunde schuld, die der Familie durch alle Klageinstanzen helfen, ohne realistische Aussicht auf Erfolg. Hier werden nur falsche Hoffnungen geweckt. Und das passiert bei jeder negativen Entscheidung in Österreich. Hätte man die erste Entscheidung akzeptiert, wäre man nun nicht in dieser tragischen Situation.

      Thomas Niederwieser vor 4 Monaten

      Lieber Austrojerk, ich lese dein Posting immer und immer wieder und werde doch nicht ganz schlau daraus. Ob ich nun ein Freund oder ein sogenannter Freund bin musst du beurteilen, aber wie ich den Magomedovs durch die Klageinstanzen geholfen habe entzieht sich mir. Die Menschen sind geflohen und nicht auf Urlaub gekommen. Flucht bedeutet dass man von irgendwo weg will und nicht dass man auf Einladung irgendwo hinreist. Jetzt sind sie hier und wollen hier bleiben und das sicher unabhängig von dem was ich denke. Sie wollen bleiben und haben sich Rechtsberatung genommen und wurden dabei unterstüzt durch alle Instanzen zu gehen, aber Wunsch und Hoffnung kam von ihnen und nicht von sogenannten Freunden wie mir...

    Klaus Schneeberger vor 5 Monaten

    Liebe/e austrojerk! Glauben Sie wirklich, dass diese Familie, die offenbar von staatlichen Instanzen bedroht wurde und deshalb ihre Heimat verlassen hat, irgendwo in Russland einen "sicheren" Platz findet? Schon bei den Rückführungsformalitäten wird beim Namen des Vaters ein Vermerk auf dessen Vorgeschichte hinweisen! Immerhin war er ja in Haft! Aber Sie können die Familie ja gerne nach Russland begleiten und uns aktuell berichten!

enjoy vor 5 Monaten

Bin total entsetzt und sehr traurig, das die Familie von Alia abgeschoben werden soll..... die Begründung der Vater "verdiene" zu wenig und die Familie wäre nicht gut integriert sind keine standhaften Argumente. Wenn die Familie seit 4 Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Lienz hat, Freunde gefunden hat, die Kinder zufrieden in Kindergarten und Schule gehen, bitte wohin schaut da unser Staat???? Der Vater würde sofort nach einem positiven Asylantrag einen Job bekommen, er möchte arbeiten!! Seiner Familie eine gute Zukunft bieten bei uns hier in Lienz! Was kann man tun als Bürger wie ich damit die Familie da bleibt? Ich wünsche es mir so sehr!!!

    Nickname vor 4 Monaten

    normalerweise brauchen die Russen (wie auch viele andere) ein Visum, um nach Österreich zu kommen. Für ein Visum braucht man eine Einladung (und dafür Verpflichtungserklärung von Ihnen), Unterkunft und Versicherung. Kaum jemand, der so sehr helfen will, würde sowas auf eigene Risiko und auf eigene Kosten machen. Um für immer zu bleiben und arbeiten dürfen - noch Tausend Behördenwege. In dem Sinn ist Asyl sehr einfacher Weg nach Österreich, da muss man nur das Leben geniesen beim Warten.