Liste Fritz erinnert an Zusage für Direktzug nach Lienz

„150 Jahre Brennerbahn werden gefeiert, die Pustertalbahn wurde nach 142 Jahren abgeschafft.“

Buchstäblich vorbei an Osttirol liefen die Feierlichkeiten zum 150-Jahre-Jubiläum der Brennerbahn am 31. August. Die Landeshauptleute Günther Platter (Tirol) und Arno Kompatscher (Südtirol) bestiegen in Innsbruck einen Railjet, der „landesüblich“ mit Schützen und Musik empfangen wurde. Mit den Politikern, darunter auch VP-Minister Andrä Rupprechter, und ÖBB-Vorstand Andreas Matthä an Bord fuhr der moderne Zug dann auf der 150 Jahre alten Brennerbahnstrecke nach Sterzing, wo die Prominenz in eine Dampflok in Richtung Franzensfeste umstieg.

Zwei Landeshauptleute, ein Minister und der ÖBB-Chef machen Dampf, aber nicht in Richtung Osttirol. Für die Opposition ist das Grund zur Kritik. Foto: Land Tirol/Sax

Das kommentiert die oppositionelle Liste Fritz in einer Aussendung heute so: „Ein Glück, dass die Landeshauptleute Platter und Kompatscher sowie ÖBB-Chef Matthä im Rahmen der gestrigen pompösen Feierlichkeiten in Franzensfeste nicht Richtung Osttirol fahren wollten. Denn dahin hätte sie kein Zug ohne Umsteigen gebracht. … Die Pustertalbahn haben Platter, Felipe und die schwarz-grüne Landesregierung im Jahr 2013 nach 142 Jahren (!) abgeschafft und damit die direkte Verbindung Innsbruck-Lienz auf das Abstellgleis verräumt!“

Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint von der Liste Fritz erinnern an eine gemeinsame Sitzung der Landtage von Südtirol, Tirol und Trentino am 28. Oktober 2014. Damals sprach man sich für ein gesamtheitliches Mobilitätskonzept aus, das „unter besonderer Zielsetzung von direkten und umsteigefreien Zugverbindungen alle drei Landesteile noch stärker miteinander verbindet.“ Ausdrücklich werden laut Protokoll von den Länderparlamenten die drei Landesregierungen aufgefordert, „unter der Prämisse einer wirtschaftlich sinnvollen Option und einer gerechten Kostenaufteilung, gemeinsam die Voraussetzungen für die Errichtung einer direkten und umsteigefreien Zugverbindung zwischen Lienz und Innsbruck als Primärimpulsgebung für die gesamte Europaregion zu schaffen.“

Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint von der Liste Fritz verweisen darauf, dass der Umstieg auf Busse auch ökologisch hinterfragbar sei: „Während sich die Platter-Regierung immer gerne ein grünes Mäntelchen umhängt und stolz jeden Kaffeeumtrunk zum ‚Green Event‘ aufmaschelt, schickt sie Dieselbusse auf die Reise. Diese Dieselbusse fahren täglich 1.480 Kilometer zwischen Innsbruck und Lienz, 540.200 Kilometer jedes Jahr! Ökologisch, nachhaltig und selbstbewusst ist das sicher nicht!“

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11 Postings bisher
Österreich vor 3 Monaten

Der Direktbus Lienz Innsbruck Linie 960X legt bei einer Strecke 179 Kilometer zwischen Lienz und Innsbruck zurück. Hier sind die Kilometer die der Bus von Lienz Bahnhof Garage in der Pegetz und in Innsbruck von der Autobahnabfahrt zum Südtirolerplatz und von Südtiroler Platz zur Garage in Innsbruck nicht Inkludiert beide Buse haben wenn Sie 4 Jahre in Betrieb waren 800000 Kilometer am Tachostand und müssen dann ausgetauscht werden. Das zur Info.

Instinktivist vor 3 Monaten

Alle geben ihr Bestes, nur leider verliert man oft das Gute aus den Augen wenn man das "Bessere" gibt...

Ceterum censeo vor 3 Monaten

Herr "Senf", einverstanden, jedoch nicht mit den "Pfeifenköpfen", wie immer Sie es meinten. Ich erlebe immer wieder, wie kleine und größere Amtsträger versuchen, die Bürger einzuschüchtern. Man muss ihnen nur entschieden entgegentreten, dann ist Ruhe. Ein Beispiel von Bürgernähe ist das Bürgerbüro (besonders im Sozialbereich) der Stadtgemeinde Lienz. Vor den Vorhang!

    senf vor 3 Monaten

    ja ceterum censeo, mit pfeifenkôpfen meine ich leute in positionen mit verantwortung, die diese jedoch für ihr ego (eigeninteresse) schamlos nutzen. ideell und materiell versteht sich! hier versagen leider oft auch die kontrollmechanismen.

miraculix vor 3 Monaten

Wie der Name „Brennerbahn“ klar ausdrückt, hat diese Bahnlinie mit Osttirol wirklich wenig zu tun. Für Osttirol käme das Jubiläum auch einige Jahre zu früh. Die Pustertalbahn als Teilabschnitt der Südbahn der damaligen „DOSAG“-(Donau-Save-Adria-AG) wurde 1871 eröffnet. Das „Historische Heizhaus“ in Lienz stammt aus dieser Zeit. Die Gesamtstrecke führte von Marburg (heute Maribor/Slowenien) bis Franzensfeste, was sie ja auch heute noch tut. Schauen wir einmal, wie und wo 2021 das Jubiläum 150 Jahre Pustertalbahn gefeiert wird…

tauernwind vor 3 Monaten

.....was ist schwarz, schwerfällig, ressourcenfressend, kompliziert, antiquiert, macht viel Rauch und Getöse hat aber unterm Strich zu wenig Leistung für die Gegenwart.......richtig eine Dampflok, was dachtest du denn X-)

    bergfex vor 3 Monaten

    @tauernwind, ich dacht schon du meinst A. K.

    hoerzuOT vor 3 Monaten

    ach--blödsinn: die herrschaften geben ihr bestes...möchte nicht in deren haut stecken. anonym frechheiten zu posten, zeugt auch nicht gerade von heldentum.

      tauernwind vor 3 Monaten

      @hoerzuOT: in einem gebe ich dir recht, sie geben "ihr bestes"........ aber das reicht wohl nicht mehr, da sich die Zeiten eben ändern.

      Bünde, Seilschaften, Krankenkassen, Gewerkschaften, Krankenhäuser usw. und die viel zu großen Verwaltungen von Land und Bund müssten modernisiert werden. Die schauen alle viel zu viel auf sich selber und der Großteil der Österreicher, also Otto-Normalbürger zahlen die Steuern und Abgaben und erhalten nur einen Bruchteil als Leistungen retour....

      Jede funktionierende Firma hat alle paar Jahre externe Berater im Haus um die vorhandene Struktur auf Lebensfähigkeit zu prüfen, daß wäre bei offiziellen Stellen schon längst fällig.

      senf vor 3 Monaten

      Tauernwind scheint wohl gern cafesudern ohne zu hinterfragen, warum relativ viele jungunternehmer scheitern. die landesverwaltung kennt er in ihrer struktur kaum, sonst würd er nicht so stumpfsinnig argumentieren. Es mag schon sein, dass der beamtenapparat vor jahrzehnten träge und teuer organisiert war. heute kann man das gegenteil behaupten. der bürger ist kritisch geworden, kennt seine rechte, er verneigt sich nicht mehr vor der "obrigkeit" - und er schiebt - leider - vieles auf die beamten ab und nutzt das sozialsystem skrupellos aus. die verwaltung muss mit alledem zurecht kommen und das gelingt dank moderner struktur recht gut. natürlich sitzen überall auch pfeifenköpfe, auch in der privatwirtschaft oder in den palästen der interessensvertreter. eh klar, wer sich in die öffentlichkeit wagt und verantwortung für die gemeinschaft übernehmen will, muss mit kritik wie der von tauernwind oder von der aus der hintersten ecke heraus rechnen. . mich freut es, dass wir im land noch weitgehend stabilität haben und würde mir gerade für unsrere region mehr aufgeschlossenheit und eine noblere gesprächskultur wünschen, egal welche politische haltung der besucher oder politiker hat. Ok?