Knapper Heimsieg von Rapid Lienz gegen Lind

Die Dolomitenstädter holten durch einen späten Treffer drei Punkte.

Nur knapp hundert Zuseher waren zum Spiel am 1. Oktober in das Dolomitenstadion gepilgert, um sich das Duell der beiden Absteiger aus der Kärntner Liga anzusehen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der sich keine der beiden Mannschaften nennenswerte Torchancen herausspielen konnte, gab es für die Grünweißen nach 22 Minuten eine Hiobsbotschaft. Kapitän Manuel Eder musste mit einer Zerrung vorzeitig den Platz verlassen und wurde durch Dominic Girstmair ersetzt.

Marko Anusic rückte dafür in die Innenverteidigung zurück und machte, so viel sei schon vorweggenommen, seine Sache bis zum Schlusspfiff sehr ordentlich. In der 29. Minute hatten die Dolomitenstädter dann die Riesenchance auf den Führungstreffer. Nach einem Vorstoß von Christopher Granig wurde dieser im Strafraum von Lind Keeper Alexander Zagler förmlich weggeräumt. Schiedsrichterin Senka Haznadar zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und präsentierte dem Übeltäter die gelbe Karte. Beim fälligen Strafstoß scheiterte aber Dominik Müller an Alexander Zagler. Danach tat sich bis zum Pausenpfiff auf beiden Seiten nicht mehr viel und so ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie so vor sich hin, ehe die Rapidler dann ab der 65. Minute in der Offensive besser agierten. Bei einem Abschlussversuch von Oliver Steiner wurde dieser von einem Gästeverteidiger noch leicht gerempelt, aber die Unparteiische entschied in dieser Situation auf Weiterspielen. In der 75. Minute setzte sich Christopher Korber auf der rechten Seite durch, sein Schlenzer auf das lange Eck strich knapp am Tor vorbei. Aus einem Eckball wäre den Gästen dann beinahe der Führungstreffer gelungen. Der Kopfball von Peter Pleschberger landete aber an der Außenlatte des Lienzer Tores.

Praktisch im Gegenstoß fiel das Goldtor für die Hausherren. Raoul Iglesias erkämpfte sich den Ball, bediente Oliver Steiner der sich das Spielgerät etwas zu weit vorlegte. Sein abgeblockter Schuss sprang auf die Strafraumgrenze zurück und der kurz zuvor eingewechselte Manuel Amoser versenkte den Ball wunderschön im langen Eck zur viel umjubelten 1:0 Führung für die Rapidler. Auch die letzte Chance in diesem Spiel hatten die Hausherren. Dominic Girstmair scheiterte nach einem Alleingang aber am Keeper der Gäste.

Dominic Girstmair (rechts) hatte die letzte große Chance im Spiel gegen Lind. Foto: Brunner Images

Mit diesem Erfolg verbesserten sich die Grünweißen auf den 5. Tabellenplatz in der Unterliga West und blicken bereits mit Spannung auf das anstehende Derby gegen die Union Matrei im Tauernstadion am Samstag 7. Oktober mit Beginn um 19:00 Uhr.

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1 Posting bisher
solo11 vor 2 Monaten

Hab mir das Spiel angesehen.Von den Gästen hätte ich spielerisch mehr erwartet.Schon wegen des guten Tabellenplatzes 2.Die Heimischen die ja eh schon ersatzgeschwächt in dieses Spiel gingen war ich von der Leistung überrascht.Ein junges Team von einem Trainerfuchs taktisch gut eingestellt waren.Wenn sie sich in Matrei beim Derby so präsentieren könnten sie sicher den einen oder gar drei Punkte aus dem Tauernstadion mit nach Lienz nehmen.