Wie gelingt ein gutes Leben in Stadt und Land?

Beim 5. Stadtregionstag in Lienz trafen sich ExpertInnen, um diese Frage zu beantworten.

Wie gelingt „Ein gutes Leben für die Zukunft – in Stadt und Land“? Diese Frage diskutierten die rund 130 Teilnehmer beim diesjährigen Stadtregionstag am 18. und 19. Oktober in Lienz. Zwei Drittel der Österreicher leben in Städten oder im städtischen Umland. Die Ballungsräume Wien, Graz, Linz oder Innsbruck, aber auch Kleinstädte wie Lienz oder Wels erbringen als Stadtregionen Leistungen, die auch benachbarten Regionen zugutekommen.

„Stadtumlandkooperationen sind Impulsräume für die ganze Region“, betont die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. „Durch sie werden innovative Reize gesetzt, Infrastrukturen bereitgestellt und Arbeitsplätze geschaffen, was uns wettbewerbsfähiger macht.“ Der Lienzer Stadtmarketing-Chef Oskar Januschke verwies auf einen wachsenden Wettbewerb: „Wir werden intensiv kooperieren müssen, um im Vergleich mit anderen Regionen zu bestehen.“

Experten und Kommunalpolitiker diskutierten beim Stadtregionstag in Lienz das Verhältnis zwischen Stadt und Land. Foto: Markus Mayr

Wie dies gelingen kann, besprachen die Kommunalexperten aus ganz Österreich in der Lienzer Spitalskirche und bei einem abendlichen „Vernetzungstreffen“, bei dem auch Abwanderung ein Thema war.

Generalsekretär Thomas Weninger vom Österreichischen Städtebund unterstrich: „Die Städte und ihr Umland werden in ganz Österreich weiter wachsen. Um die Lebensqualität in diesen Räumen aufrecht zu erhalten, müssen sich tragfähige Governancestrukturen etablieren. Wir dürfen nicht länger Stadt und Land gegeneinander ausspielen.“ Man müsse in funktionalen Räumen denken, planen und entwickeln, sowie die regionalen Versorgungszentren stärken, um für die Bevölkerung die bestmögliche Daseinsvorsorge und Lebensqualität in zumutbarer Erreichbarkeit sicherzustellen.

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