Osttiroler punkten beim Staatspreis für Design

MO:YA Visuals gewinnt Kategorie „DesignConcepts“ – Ed Wolffhardt ausgezeichnet.

Der Staatspreis für Design wird nur alle zwei Jahre vergeben und zählt zu den höchsten Auszeichnungen für Designer in Österreich. Er wird in den drei Kategorien „Produktgestaltung Konsumgüter“, „Produktgestaltung Investitionsgüter“ und „Räumliche Gestaltung“ vergeben, außerdem gab es 2017 einen Sonderpreis für „Design Concepts“ – und den sicherte sich ein Trio, in dem ein Osttiroler federführend kreativ ist: MO:YA Visuals aus Graz.

Marlis Baurecht (Austria Wirtschaftsservice) mit Roland Mariacher, Werner Huber und Attila Primus von MO:YA VISUALS, den Gewinnern der Kategorie „Design Concepts“. Rechts Matthias Tschirf vom Wirtschaftsministerium, das den Staatspreis ausschreibt. Foto: Matthias Silveri

Dort entwickelt der Lienzer Roland Mariacher gemeinsam mit Werner Huber und Attila Primus sehr künstlerisch anmutende und technologisch visionäre Konzepte, darunter ein Virtual Reality-Projekt mit dem Titel „In touch With The Illusion“, das eigentlich schon 2015 für eine Ausstellung in Graz entwickelt wurde und ein VW-Multivan-Conceptcar als virtuelles 3D-Objekt buchstäblich zum Leben erweckt. Mariacher und seine Kollegen erhielten dafür bereits den Shenzhen Design Award for Young Talents und nun auch den österreichischen Staatspreis. Ein Video zeigt spektakulär, was hinter dem Projekt steckt.

Ein Nordtiroler, der sich Osttirol als Wahlheimat ausgesucht hat, war bei der Staatspreisverleihung aber ebenfalls im engen Favoritenkreis. Der Grafiker Ed Wolffhardt kam gemeinsam mit der Designagentur Aberjung unter die besten drei Projekte der Kategorie „Produktgestaltung Konsumgüter“ und schaffte zwar nicht den Sprung auf das Siegerpodest, aber eine Auszeichnung und damit einen großen Erfolg, der für die Zukunft seines patentierten Produktes viel Rückenwind bedeuten kann.

„Manta“ nennt Ed Wolffhardt sein Kajak, mit dem man im wilden Wasser perfekt carven kann.

Wolffhardt ist nicht nur Grafiker, sondern auch ehemaliger Vizeeuropameister im Wildwasser-Slalom. Er entwickelte ein Kajak, das sich im wilden Wasser so ähnlich verhält, wie ein Carvingski auf der Piste. Wolffhardt holte dafür weitere Osttiroler Spezialisten ins Boot. Die 3D-Daten wurden bei der Firma Micado aufbereitet, bei der Optimierung der Gestaltung ließ Lukas Jungmann (Designbüro Aberjung) sein Know-how einfließen.

Alle prämierten Projekte sind noch bis 22. November in der Ausstellung „Best of Austrian Design“ im designforum Wien zu sehen.

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