Zu Allerheiligen wurde die erweiterte Grabstätte in Virgen eingeweiht. Foto: Gemeinde Virgen

Zu Allerheiligen wurde die erweiterte Grabstätte in Virgen eingeweiht. Foto: Gemeinde Virgen

Virgen wächst – und erweitert den Friedhof

Neue Urnen- und Erdgrabstellen an einem naturnahen Ort des Innehaltens.

Vor 70 Jahren hatte Virgen 1.300 Einwohner, heute sind es mehr als 2.000. Mit der Gemeinde muss auch die Infrastruktur wachsen. Deshalb wurde heuer zu Allerheiligen eine Erweiterungsfläche des Dorffriedhofes feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Geplant vom Grazer Architekturbüro des gebürtigen Virgers Anton Mariacher stehen für die Zukunft 40 Urnennischen und 56 Erdgrabstellen zur Verfügung. Die Friedhofserweiterung im Ortszentrum ist Teil des Ortsentwicklungskonzeptes und reagiert gestalterisch auf die vorhandene Topografie. „Mit den Urnenwänden werden neue Ebenen gebildet, welche überschaubare Bereiche schaffen, zum Verweilen und Innehalten einladen und gleichzeitig als Orientierungshilfe dienen“, erklärt der Architekt.

Schlicht, würdevoll und naturnahe gestaltete Architekt Mariacher die Urnen- und Erdgrabstellen. Die Friedhofsmauer zeigt Abdrücke von Virger Bäumen.

Gestalterisch interessant ist auch die neue Friedhofsmauer. Mariacher dazu: „Abdrucke von lokal geschlagenen Bäumen zeigen ein Bild der Natur, das in seiner Summe als harmonische Welle aus einzelnen kleinen Besonderheiten und Macken zum Vorschein tritt.“ Dadurch werde eine ergänzende, aber auch differenzierte Antwort auf die Bestandsmauer aus Stein gegeben, mit dem Zulassen einer Patina vereinige sich die neue Friedhofsmauer im Laufe der Zeit mit dem Bestand zu einem „sinnreichen Ensemble der Naturelemente“. Der neue Friedhofsbereich bietet neben traditionellen Flachgräbern und Urnennischen auch die Möglichkeit der Erdbestattung von Urnen – naturnah – ähnlich einem Wald- bzw. Wiesenfriedhof. Hier kann auf künftige Entwicklungen reagiert werden.

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