Unterliga West: Die Bilanz aus Osttiroler Sicht

Drei Osttiroler Vereine im Einsatz – Union Matrei war das „Maß aller Dinge“.

Zum Saisonabschluss zieht dolomitenstadt.at wie immer Zwischenbilanz in der Unterliga West, in der die Osttiroler Vereine Union Matrei, FC-WR Nußdorf/Debant und der SV Rapid Lienz spielen. Dazu haben wir einige Daten & Fakten zusammengefasst:

Union Matrei/1. Platz/39 Punkte/Torverhältnis 54:13

Die Iseltaler, deren Neuzugänge Christian Korunka und Mario Kleinlercher voll einschlugen, sind derzeit das Mass aller Dinge in der Unterliga West. Von Beginn an spielte die Elf von Harald Panzl und seinem akribisch arbeitenden Co-Trainer Markus Resinger ihre spielerischen Stärken aus und erwischte mit fünf Siegen en suite einen optimalen Start.

Reichlich Grund zum Jubeln gab es beim Winterkönig aus Matrei. Fotos: Brunner Images

Auch die schweren Verletzungen einiger Stammspieler wie Dominik Hanser, Moritz Mair, Benny Wibmer und zuletzt Rene Scheiber warfen die Matreier nicht aus der Bahn. So kamen Spieler wie Manuel Hanser und Mathias Schneeberger zum Zug, die ihre Sache ausgezeichnet machten. Auch das Comeback von Lukas Brugger war ein toller Schachzug, der voll aufging. Die meisten Tore erzielt, die wenigsten erhalten und nur eine einzige Niederlage – Daniel Kofler & Co. sind auf bestem Weg den Aufstieg in die Kärntner Liga zu schaffen.

FC-WR Nußdorf-Debant/5. Platz/30 Punkte/Torverhältnis 33:24

Ebenfalls zufrieden Bilanz ziehen können die Verantwortlichen des FC-WR. Vor allem in den Heimspielen im Aguntstadion zeigten sich die Debanter als schwer einzunehmende Festung. Mit 16 Punkten aus den letzten sechs Spielen verschafften sie sich eine tolle Ausgangsposition für das Frühjahr. Sehr positiv für die Elf von Ibel Alempic wirkte sich die kluge Transferpolitik im Sommer aus. Rückkehrer Marco Ortner präsentierte sich als starker Rückhalt im Kasten, Patrick Maierbrugger wurde neben Kapitän Dominik Tagger zur spielbestimmenden Figur auf dem Platz und vorne avancierte Oberlienz-Rückkehrer Thomas Infeld zum dringend benötigten Goalgetter. Außerdem erfüllte der sehr diszipliniert spielende Peter Klancar seine Rolle als Abwehrchef hervorragend.

Thomas Infeld schoss den FC-WR Nußdorf-Debant mit seinen Toren auf den 5. Platz.

SV Rapid Lienz/8. Platz/21 Punkte/Torverhältnis 18:24

Der Absteiger aus der Kärntner Liga konnte wie erwartet die zahlreichen Abgänge im Sommer nicht verkraften. Obwohl Trainer Manfred Niederwieser und sein Co-Trainer Michael Platter mit viel Eifer bei der Sache sind – und Neuzugang Christopher Granig sich als echte Verstärkung erwies – lief es in der abgelaufenen Herbstsaison bei den Dolomitenstädtern nicht rund.

Trainer Manfred Niederwieser und seine junge grünweiße Truppe müssen vor allem am Abschluss arbeiten. Für Siege braucht man Tore.

Vor allem in den Heimspielen wurde den spärlich erschienenen Rapid-Fans meist nur Fußball-Schonkost geboten. Hauptproblem der Grünweißen ist die Chancenauswertung. Nur 18 Treffer in 16 Spielen und gleich drei verschossene Elfmeter sprechen eine deutliche Sprache. Ansonsten würden die Rapidler in der Tabelle deutlich weiter vorne liegen.

Die Osttiroler Top – Torjäger
1. Platz/15 Tore
Mario KLEINLERCHER (Union Matrei)
2. Platz/14 Tore
Thomas INFELD (FC-WR Nußdorf/Debant)
3. Platz/11 Tore
Christoph JESTL  (Union Matrei)
4. Platz/7 Tore
Dominik SPORER (FC-WR Nußdorf/Debant)
Jonathan PANZL (Union Matrei)
Daniel KOFLER (Union Matrei)

Mario Kleinlercher (links) war im Herbst der erfolgreichste Osttiroler Torschütze in der Unterliga West.

Erzielte Tore
Union Matrei: 54 Tore in 16 Spielen = 3,37 Tore/Spiel
FC-WR Nußdorf/Debant: 33 Tore in 16 Spielen = 2,06 Tore/Spiel
SV Rapid Lienz: 18 Tore in 16 Spielen = 1,12 Tore/Spiel

Gegentreffer
Union Matrei: 13 Tore in 16 Spielen = 0,81 Tore/Spiel
FC-WR Nußdorf/Debant und SV Rapid Lienz: 24 Tore in 16 Spielen = 1,5 Tore/Spiel

Die Kartenspieler
Eine rote Karte erhielt Moritz Mair (Union Matrei). Hier liegen der OSK Kötschach/Mauthen, SV Lind und ASKÖ Nötsch mit jeweils drei roten Karten in Führung.
Mit jeweils einer gelb/roten Karte vorzeitig unter die Dusche mussten: Martin Holzer, Manuel Hanser, Lukas Brugger, Andreas Steiner (alle Union Matrei) sowie Peter Klancar (FC-WR Nußdorf/Debant). Spitzenreiter in dieser Kategorie sind die Union Matrei und der SV Penk mit vier Ampelkarten.
Neun gelbe Karten präsentiert bekam Patrick Maierbrugger (FC-WR Nußdorf/Debant), der damit auch die „Führung“ in dieser Wertung innehat.
Auf sieben gelbe Karten brachte es Rapid Lienz-Urgestein Patrick Eder.
Fünf gelbe Karten präsentiert bekamen: Mathias Schneeberger und Christoph Jestl (beide Union Matrei)
Mit vier Verwarnungen starten folgende Akteure in die Frühjahrs Saison: Dominik Müller, Raoul Iglesias (beide SV Rapid Lienz), Kevin Köffler (Union Matrei) sowie Alexander Moser, Dominik Tagger, Thomas Infeld, David Oberhuber und Tobias Jeller (alle FC-WR).

Die Heimtabelle (inkl. der bereits gespielten 1. Frühjahrs Runde)

1. Union Matrei: 8 Spiele / 6 Siege / 1 Unentschieden / 1 Niederlage – Torverhältnis 29:9
2. FC-WR Nußdorf/Debant: 8 Spiele / 6 Siege / 2 Niederlagen – Torverhältnis 19:11
10. Platz SV Rapid Lienz: 8 Spiele / 2 Siege / 5 Unentschieden/ 1 Niederlage – Torverhältnis 9:7

Die Auswärtstabelle (inkl. der 1. Frühjahrs Runde)

1. Union Matrei: 8 Spiele / 6 Siege / 2 Unentschieden – Torverhältnis 25:4
7. FC-WR Nußdorf/Debant: 8 Spiele / 3 Siege / 3 Unentschieden / 2 Niederlagen – Torverhältnis 14:13
10. SV Rapid Lienz: 8 Spiele / 3 Siege / 1 Unentschieden / 4 Niederlagen – Torverhältnis 9:17

Sollten die Matreier einen guten Start in die Frühjahrssaison erwischen, werden sie nur mehr schwer zu stoppen sein. Vor allem kann Trainer Harald Panzl dann kadermäßig wieder aus dem Vollen schöpfen. Die Debanter könnten, wenn sie einen ähnlichen Lauf wie am Ende der Herbstsaison hinlegen, das „Zünglein an der Waage“ im Titelkampf werden. Das Ziel von Rapid Lienz wird es sein, die teilweise guten Leistungen auch in Zählbares umzumünzen. Dann könnte es für die Grünweißen in der Tabelle noch weiter nach vorne gehen.

Die Sportredaktion von dolomitenstadt.at möchte sich auf diesem Wege bei den Trainern der Osttiroler Unterliga Vereine recht herzlich für die tolle Zusammenarbeit bedanken und wünscht den Mannschaften schon jetzt eine optimale verletzungsfreie Vorbereitung für eine sicherlich spannende Frühjahrssaison.

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