Am Samstag, 18. November, ging die erfolgreiche Premiere des Stücks "König Ubu", gespielt von der Theaterwerkstatt Innichen, über die Bühne. Fotos: Harald Wisthaler

Am Samstag, 18. November, ging die erfolgreiche Premiere des Stücks "König Ubu", gespielt von der Theaterwerkstatt Innichen, über die Bühne. Fotos: Harald Wisthaler

Die Theaterwerkstatt Innichen zeigt: „König Ubu“

Nach einer erfolgreichen Premiere wird das absurd-komische Spiel noch sechsmal aufgeführt.

Vater Ubu – fett und feige – wird von seiner machtversessenen Gattin Mutter Ubu zum Königsmord angestiftet. Hinterhältig massakriert er die gesamte Herrscherfamilie und reißt die polnische Krone an sich. Auf dem Thron angelangt, verfolgt Vater Ubu unverhohlen seine Ziele: Reichtum und Macht. Alle Adligen werden enthirnt, hingerichtet und ihr Besitz eingezogen, die Richter entlassen und das Finanzsystem wird durch die Einführung exorbitanter Steuern reformiert. Das Volk, angeführt vom rechtmäßigen Thronfolger, wagt den Aufstand. Dann greift noch der russische Zar in den Konflikt ein und der Krieg entbrennt.

Alfred Jarrys absurd-komisches Spiel über niedere Instinkte, Habgier und Machtmissbrauch löste bei seiner Uraufführung 1896 einen gewaltigen Skandal aus und gilt heute als wichtigster Vorläufer des modernen Theaters. König Ubu zeigt den Prototyp des egomanen Spießers, des dummdreisten Tyrannen, dessen Spuren sich unübersehbar quer durch die Geschichte bis ins Heute ziehen.

Die Inszenierung ist mit sehr vielen komischen und boshaften Regieeinfällen von Torsten Schilling angereichert. Man lacht viel im Publikum. Schräge Musik und Lieder unterstreichen das Ganze und machen das Stück zu einem musikalischen Spektakel. Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Zuschauer bei der Premiere am Samstag, 18. November, im vollbesetzten neu gestalteten Theatersaal in der Werkhalle in Innichen.

Weitere Spieltermine:
Mittwoch, 22. November, 20:00 Uhr
Samstag, 25. November, 18:00 Uhr
Sonntag, 26, November, 18:00 Uhr
Freitag, 1. Dezember, 20:00 Uhr
Samstag, 2. Dezember, 20:00 Uhr
Sonntag, 3. Dezember, 18:00 Uhr

Besetzung:
Peppe Mairginter, Dagmar Pircher, Ingrid Tempele, Christiana Dal Molin, Nina Schmidhofer, Paul Niederwolfsgruber, Harald Kraler

Inszenierung: Torsten Schilling

Kostüme: Katrin Böge

Musik: Martin Gasser, Raphael Steinwandter, Iana Fauster

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