„Inklusive Transalp“: Ohne Barrieren in die Natur

Menschen mit und ohne Behinderung überqueren gemeinsam die Alpen. Bewerbung bis 15. Jänner.

Bis Mitte Jänner können sich Interessierte noch für das Team „Inklusive Transalp“ bewerben. Foto: Alpenverein

Die Alpenvereinsjugend startet ein außergewöhnliches Projekt: 2018 werden sieben Menschen mit und sieben Menschen ohne Behinderung gemeinsam über die Alpen wandern, rollen und radeln. Bis Mitte Jänner können sich Interessierte noch für das Team „Inklusive Transalp“ bewerben.

„Wir möchten jenen Menschen, die das Naturerlebnis suchen, ein solches ermöglichen – unabhängig davon, ob sie selbst mobil sind oder auf Unterstützung angewiesen sind. Der Alpenverein zieht hier keine Grenzen, sondern setzt sich schon seit vielen Jahren für eine inklusive Gesellschaft ein“, so Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora.

Für das Alpenvereinsprojekt „Inklusive Transalp“ fällt der Startschuss im Jänner 2018. Projektleiterin Andrea Szabadi-Heine ist selbst nach einem Unfall querschnittsgelähmt und passionierte Sportlerin: „Eine Behinderung sollte kein Grund sein, sich nicht hinaus in die Natur zu begeben. Die Berge sind für alle da. Sie können unheimlich viel Kraft geben und einem helfen, das eigene Potenzial zu entdecken. Und wenn man sie mit Menschen erleben darf, die sich neugierig aufeinander einlassen, ist das unglaublich bereichernd.“

Aus diesem Grund werden sich im nächsten Jahr sieben Menschen mit und sieben Menschen ohne Behinderung gemeinsam auf eine Alpenüberquerung vorbereiten. Auf welche Weise die Alpen überquert werden – zu Fuß, im Rollstuhl oder mit Mountainbike und Handbike – wird die Gruppe gemeinsam entscheiden.

Unterwegs in den Bergen mit Mountainbike und Handbike – gelebte Inklusion beim Alpenverein. Foto: Alpenverein/Meusburger

„Wer wenig Kontakt zu Menschen mit Behinderung hat, kann sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, wie so ein Vorhaben funktionieren soll. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man im Team die größten Hindernisse überwinden und über sich hinauswachsen kann. Es gibt RollstuhlfahrerInnen, die voller Begeisterung über Wurzelwege hinunterradeln, es gibt Menschen, die vollständig sehbehindert sind und trotzdem klettern. Und es gibt Kinder mit kognitivem Unterstützungsbedarf, die die Stars in ihrem Freundeskreis sind“, erzählt Andrea Szabadi-Heine. „Auch die TeilnehmerInnen unserer Inklusiven Transalp haben die Chance, ihre individuellen Grenzen zu verschieben und zusammen mit ihren TeamkollegInnen die Wege ins Freie zu erkunden.“

Bis 15. Jänner können sich Interessierte noch für das Team „Inklusive Transalp“ bewerben. Details unter www.alpenverein.at.

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