Osttiroler Wirtschaft feierte erst jetzt Neujahr

Zum traditionellen Empfang kam wieder Jürgen Bodenseer mit den Wiltener Sängerknaben.

Die WK-Bezirksstelle Lienz lud am 22. Jänner zum traditionellen Neujahrsempfang. „2018 wird zum Jahr der Weichenstellungen“, unterstrich in seiner Festansprache WK-Präsident Jürgen Bodenseer und brach eine Lanze für die türkisblaue Koalition im Bund. Das Regierungsprogramm enthalte zahlreiche Ansätze in die richtige Richtung: „Wir müssen im Heute mit dem Blick auf die Zukunft handeln — dann werden wir stärker denn je. Den Blick zurück überlassen wir besser den Historikern, den Nörglern und Bedenkenträgern.“

Ihm gefällt das Regierungsprogramm von Türkisblau: Der Tiroler WK-Präsident Jürgen Bodenseer gab sich in Lienz programmatisch.

Bezirksobmann Michael Aichner verwies auf die gute Beschäftigungslage in Osttirol. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten war im Bezirk Lienz noch nie so hoch wie im vergangenen Jahr. Im Juli 2017 wurde laut Aichner ein absoluter Rekordwert mit 20.400 Beschäftigten — davon gut zwei Drittel in Betrieben der gewerblichen Wirtschaft — verzeichnet.

In Jubelstimmung waren Bezirksobmann Michael Aichner und die Wiltener Sängerknaben beim Neujahrsempfang in der Lienzer Wirtschaftskammer. Fotos: Brunner Images

„Der produzierende Sektor — also Industrie und Gewerbe — stellt bei uns mehr als 7.000 Arbeitsplätze bereit. Das ist im Bezirksvergleich beachtlich und unterstreicht eine der wesentlichen Stärken Osttirols, nämlich seine ausgewogene Wirtschaftsstruktur, die uns in der Vergangenheit schon mehrfach geholfen hat, auch konjunkturelle Einbrüche gut und rasch zu übertauchen“, sagte Aichner, der auch einen leichten Seitenhieb in Richtung TVBO austeilte.

In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Anzahl Sommer-Nächtigungen in Osttirol zwar konsolidiert, eine Steigerungsrate von knapp zwölf Prozent in diesem Zeitraum sei aber „nicht berauschend“. In ganz Tirol habe das Plus 21,4 Prozent betragen. Ein ähnliches Bild biete sich bei den Winternächtigungen. Vier Prozent Steigerung in der letzten Dekade seien „eine Seitwärtsbewegung in Osttirol“, während tirolweit – von einem sehr hohen Niveau ausgehend – ein Zuwachs von zehn Prozent möglich war: „Da gibt es wahrlich keine Lorbeeren, auf denen man sich ausruhen könnte, sondern sehr viel Arbeit“, so Aichner.

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