Von links: Unternehmer Wolfgang Steiner aus Nikolsdorf (Listenplatz 13), Thomas Holzknecht, Josef Schett, Maria Zwölfer und Landwirt Josef Senfter aus Sillian (Listenplatz 18) stellten am 1. Februar das Programm von Impuls Tirol im Grandhotel Lienz vor. Foto: Dolomitenstadt/Unterwurzacher

Von links: Unternehmer Wolfgang Steiner aus Nikolsdorf (Listenplatz 13), Thomas Holzknecht, Josef Schett, Maria Zwölfer und Landwirt Josef Senfter aus Sillian (Listenplatz 18) stellten am 1. Februar das Programm von Impuls Tirol im Grandhotel Lienz vor. Foto: Dolomitenstadt/Unterwurzacher

Schett: „Wir haben das Recht, zur Wahl anzutreten.“

Die Liste Impuls Tirol stellt Kandidaten, Programm und einen „Solidar-Hunderter“ vor.

Am Donnerstag, 1. Februar, präsentierte die Liste Impuls Tirol rund um den Innervillgrater Josef Schett im Grandhotel in Lienz ihre Kandidaten und Inhalte. Neben Josef Schett, Maria Zwölfer und Thomas Holzknecht, die die ersten drei Plätze auf der Liste einnehmen, nahmen auch Wolfgang Steiner aus Nikolsdorf (Listenplatz 13) und Josef Senfter aus Sillian (Listenplatz 18) am Pressegespräch teil.

Beide haben keine Chance auf einen Einzug in den Landtag, wollen Impuls Tirol aber unterstützen. Für Senfter bildet der Tourismus einen besonders wichtigen Punkt – im Speziellen das Tourismusgesetz und das Kurienwahlrecht, das nach der TVBO-Wahl im Dezember 2017 im Bezirk Lienz heiß diskutiert wurde. „Mir geht es vor allem darum, eine grundehrliche und vor allem transparente Politik zu unterstützen“, erklärt der Unternehmer Steiner. Er habe diese Qualität „nach längeren Auseinandersetzungen mit dem Thema“ bei Impuls Tirol gefunden.

Den Wahlkampf mit dem knappen Budget von 20.000 Euro, das die Listenmitglieder aus eigener Tasche aufbringen, bezeichnet Schett als „experimentell“ und verweist im selben Atemzug auf vergangene Erfolge. „Wir können eine gute politische Arbeit herzeigen. Zum Beispiel den einstimmigen Landtagsbeschluss zur medizinischen Modellregion Osttirol.“

Impuls Tirol – mit insgesamt sieben Kandidaten aus Osttirol – fokussiert die Politik auf den ländlichen Raum. Medizinische Versorgung in entlegenen Gebieten ist eines der zentralen Themen, ebenso wie die gesetzliche Novellierung der Privatzimmervermietung. Die Bettenanzahl solle auf 20 erhöht und die Anbietung von Dienstleistungen – wie zum Beispiel Frühstück – erlaubt werden. „Dieses Thema brennt uns schon lange unter den Nägeln“, erklärt Schett und betont, dass man durchaus bereit sei, mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten – etwa beim Thema Tourismus mit der FPÖ.

Natura 2000 bewerten die Impuls-Mitglieder grundsätzlich positiv. „Natura 2000 kann auch eine Auszeichnung sein“, meint Schett, pocht aber auf objektive Kriterien und die Einbeziehung der Bevölkerung.

„Solidar-Hunderter“ heißt das Wahlzuckerl von Impuls. Die Idee dahinter: Wenn man die Parteienförderung reduziert, die Tiroler Landeszeitung einstellt und die Repräsentationskosten des Landes verringert wird Geld gespart, das man – in Form von 100 Euro monatlich – an insgesamt 4.750 sozial benachteiligte Tirolerinnen und Tiroler auszahlen könnte. Auf die Frage, wer genau damit gemeint sei, antwortet Schett: „Erst einmal ist das eine Idee. Wir müssen uns genau anschauen, wer das wirklich braucht.“ Beispielsweise könne das Geld aber auch als Lehrstarthilfe, Jungfamilienbonus oder Sozialwohnbeitrag eingesetzt werden.

Zur Kritik am erneuten Antreten der Liste Impuls Tirol nahm Schett ebenfalls Stellung: „Wir haben wirklich bis zum Schluss überlegt, ob wir das noch einmal machen. Dass wir viele Unterstützer in der Bevölkerung gefunden haben, hat uns motiviert. Zur Wahl anzutreten, das ist ein demokratisches Recht – und das lassen wir uns nicht verbieten.“

Link: Landtagswahl 2018

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2 Postings bisher
anton2009 vor 3 Monaten

Antreten kann jeder, ob er auch gewählt wird, ist eine andere Frage!

bergfex vor 3 Monaten

Schett: „Wir haben das Recht, zur Wahl anzutreten.“

Das stimmt schon, aber danke unseres Steuergeldes habt ihr euch den Konkurs erspart. Nun wieder angeben ist nicht das Gelbe vom Ei.