Fritz Ruprechter stellt in Hopfgarten aus

Die Vernissage findet am Samstag, 17. März, in der Galerie in der Mitte statt.

Mit Fritz Ruprechter beehrt einer der ganz großen Osttiroler Künstler die Galerie in der Mitte – sehr zur Freude der Kreativgruppe Defereggental, die seine Arbeiten in der neuen Ausstellung ab 17. März präsentiert.

Ruprechters Werke bestechen durch unaufdringliche Schlichtheit: klar, schnörkellos und von fernöstlicher Philosophie inspiriert strahlen sie Ruhe und tiefe Harmonie aus. Das nahezu durchgänige Prinzip der Arbeiten sind geometrische Strukturen, gerade Linien, die sich in sanften Winkeln kreuzen oder mit schrägen Markierungen rhythmisch unterbrochen werden. Die reliefartigen Oberflächen erzeugen Tiefenwirkung, die Farbigkeit bleibt dabei zurückhaltend.

Geometrische Strukturen sind ein durchgängiges Prinzip in Ruprechters Kunst.

Bewusst verzichtet er auf Werktitel, denn in seinen Arbeiten stellt sich die Frage nach Inhalten nicht. Sie entziehen sich der Etikettierung als abstrakte Kunst, indem sie keine zu abstrahierenden Bildinhalte vorgeben. Die künstlerische Absicht ist nicht die Darstellung inhaltstragender Themen, sondern vielmehr der Prozess der Auseinandersetzung mit graphischen Elementen, Linien, Farben, Materialien und Techniken.

„Strukturen“ nennt Ruprechter selbst seine Arbeiten, als Ergebnis der Bearbeitung von Flächen aus Holz, Karton, Hartfaserplatten, aber auch Schleifpapier oder Metallfolien, in Arbeitsschritten wie Linieren, Schneiden, Ritzen, Bürsten, Bügeln, Lackieren oder Wachsen. In der systematischen Veränderung einzelner Bearbeitungsfaktoren entstehen die zurückhaltenden und für ihn so bezeichnenden Variationen nicht nur innerhalb einzelner Bilder, sondern auch innerhalb der Werkgruppen, in denen er stets eine Vielfalt an Möglichkeiten auslotet. Die Farben in ihren Schichten und Abstufungen variieren im wechselnden Licht der Tageszeiten, ebenso wie die Winkel der linearen Strukturen den wechselnden Standpunkt des Betrachters herausfordern. Unterstrichen von den reliefartigen Oberflächen erlaubt diese perspektivische Varietät eine ganz besondere Art der Raumwahrnehmung.

Geboren 1950 in Matrei absolvierte Fritz Ruprechter seine Ausbildung an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien und an der Akademie in Groningen, Holland, aber auch bei mehreren Studienaufenthalten in Japan und in Südamerika bei indigenen Völkern. Die Liste seiner Ausstellungen ist ebenso lang wie international, auch wurden seine Arbeiten mit zahlreichen Preisen gewürdigt. Seit Jahren lebt Ruprechter in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt südlich von Wien. Gerne entwickelt er gemeinsame Projekte mit anderen kreativ tätigen Menschen wie Schriftstellern, Fotografen oder Architekten.

„Rhythmus, Klang und Licht sowie Farbe, Material und Format sind zugleich Form und Inhalt meiner Bilder.“ – Fritz Ruprechter. Foto: Miriam Raneburger

Nach so manchen Werkzyklen in kühlerer, fast metallischer Farbgebung, präsentiert Ruprechter in Hopfgarten warme, erdverbundene Kompositionen in Aquarell gewachst, bevorzugt auf Karton. Es sind ruhige, unaufdringliche Werke, deren klare Linearität der Seele wohltut, egal, ob man nun bewusst betrachtend davor steht, oder sie einfach im Raum wirken lässt.

Die Ausstellung wird am Samstag, 17. März, um 20 Uhr am Dorfplatz Hopfgarten eröffnet, einführen wird Rudolf Ingruber. Die Ausstellung kann Montag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr besucht werden.

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