Die Ermordung der Zarenfamilie 1918 und ihre Folgen

Vortrag aus der Reihe „Die Achter Jahre“ im Bildungshaus Osttirol, Referentin: Dr. Eva Binder.

Nikolaus II. war der letzte russische Zar. Während der Februarrevolution des Jahres 1917 wurde er zum Abdanken gezwungen, nach Sibirien deportiert und schließlich mit seiner Familie im Juli 1918 erschossen. Die Bolschewiki gaben zwar die Hinrichtung des Zaren offiziell bekannt, verschwiegen jedoch die Ermordung der Zarenfamilie. Auf diese Weise entstand einer der bekanntesten und spekulationsreichsten Mordfälle des 20. Jahrhunderts. Die endgültige Aufklärung des Schicksals der Zarenfamilie gelang erst in den 2000er Jahren durch moderne DNA-Analysen.

Im Vortrag von Dr. Eva Binder am Donnerstag, 5. April 2018 um 19.30 Uhr im Bildungshaus Osttirol wird die wechselvolle Geschichte der Aufklärung dieser politisch motivierten Morde nachgezeichnet und die Mythenbildung rund um die Zarenfamilie anhand von Ausschnitten aus Spielfilmen und Fernsehdokumentationen diskutiert.

Nikolaus II. mit Gattin Alexandra und den fünf gemeinsamen Kindern (1913).

Der Vortrag „Die Ermordung der Zarenfamilie 1918 und ihre Folgen“ von Dr. Eva Binder ist ein Teil der Veranstaltungsreihe „Die Achter Jahre“. Die „Achter Jahre“ beinhalten eine Fülle historischer Ereignisse aus dem 20. Jahrhundert. Die vom Bildungshaus ausgewählten ReferentInnen vermitteln aufgrund ihrer Profession ein objektives Bild der jeweiligen Zeit.

Über die Referentin
Dr. Eva Binder studierte Russisch und Englisch in Innsbruck und Moskau und ist seit 1999 als Universitätsassistentin am Institut für Slawistik der Universität Innsbruck tätig. Sie lehrt und forscht zur russischen Kultur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart unter dem Aspekt von kulturwissenschaftlichen, film- und literaturhistorischen sowie medienwissenschaftlichen Fragestellungen.

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