Virgentaler Opferwidder fand in Prägraten ein neues Zuhause

Bienenzüchter Andreas Islitzer hatte Losglück und verkaufte das Tier an einen Bauern.

V.l. Andreas Islitzer aus Prägraten zog das Widderlos, Christian Mattersberger führte den Opferwidder, Widderhalter Florian Oblasser und Gerhard Berger, Obmann der Nachbarschaft Hinterbichl. Fotos: Gemeinde Virgen

Am Samstag nach Ostern findet im Virgental alljährlich eine Prozession mit einem Opferwidder statt. Das Brauchtum gründet sich auf ein Verlöbnis aus dem 17. Jahrhundert und gehört dem immateriellen Kulturerbe der UNESCO an.

Gehalten wurde der Widder in diesem Jahr von Florian und Georg Oblasser aus dem Ortsteil Hinterbichl in Prägraten, die Nachbarschaft Hinterbichl war mit der Organisation des Festes betraut. Für den großen Tag wurde der weiße gehörnte Steinschafwidder mehrmals gewaschen, herausgeputzt und mit Blumen geschmückt – so pilgerten die Gläubigen aus Virgen und Prägraten mit ihm am vergangenen Samstag, 7. April, zur Wallfahrtskirche Maria Schnee. Dort angekommen führte Christian Mattersberger das Tier nach altem Ritual dreimal um den Hochaltar und nach einer feierlichen Messe, zelebriert von Pfarrer Damian Frysz, wurde der Widder verlost.

Bei der Verlosung am Kirchplatz gab es für die Teilnehmer neben dem Opferwidder auch gespendete Sachpreise zu gewinnen. Das Widderlos wurde erst zum Schluss gezogen – von Andreas Islitzer aus Prägraten. Der passionierte Bienenzüchter freute sich sichtlich über den Gewinn des „Lauentwidders“, hatte aber nicht genug Platz, um dem Tier ein dauerhaftes Zuhause zu bieten. Der Widder legte also bei Andreas Islitzer nur einen kurzen Zwischenstopp ein und wurde dann von ihm an einen Bauern aus Prägraten verkauft.

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