Das Nullmensch-Ensemble von links: Immanuel Degn, Michael Rudigier, Regisseur und Festivalleiter Kaus Rohrmoser, im Rollstuhl Heinz Fitz, Nevena Lukic, Lucas Zolgar, Ivan Pantner, Amarilla Ferenczy und Florian Böhm. Fotos: Omar Borubaev

Das Nullmensch-Ensemble von links: Immanuel Degn, Michael Rudigier, Regisseur und Festivalleiter Kaus Rohrmoser, im Rollstuhl Heinz Fitz, Nevena Lukic, Lucas Zolgar, Ivan Pantner, Amarilla Ferenczy und Florian Böhm. Fotos: Omar Borubaev

In einer verbrauchten Welt zurück an den Start

Premiere von „Nullmensch“ mit Lucas Zolgar im Innsbrucker BRUX.

Heute, 4. Mai, startet im Freien Innsbrucker Theater BRUX das 9. Tiroler Dramatikerfestival mit der Uraufführung von „Nullmensch“, einem Stück des bosnischen Lyrikers Jovica Letic, der in Innsbruck lebt. Inszeniert wird die Eröffnungsproduktion von Klaus Rohrmoser, dem ehemaligen Schauspieldirektor des Tiroler Landestheaters. Im Ensemble spielt der Osttiroler Schauspieler Lucas Zolgar eine tragende Rolle als „Verrückter ohne Kindheit“.

Er ist nicht der einzige im Reigen der geistig Verwirrten. Amarilla Ferenczy, Nevena Lukic, Immanuel Degn, Ivan Pantner und Schauspielikone Heinz Fitz begeben sich mit ihm auf eine ebenso irre wie philosophische Sinnsuche, begleitet von Florian Böhm als Therapeut und Michael Rudigier als dessen Assistent. Ziegel für Ziegel bauen die Verrückten ihr eigenes Irrenhaus, wollen verlorene Werte wiederfinden, bei Null beginnen, vom Halbmenschen wieder ganz zum Mensch werden, eben Nullmensch: „Als Rebellen sind wir auf die Welt gekommen, jeder von uns. Wir brauchen einen Aufstand!“

Das Dramatikerfestival läuft bis 6. Juli mit mehreren Produktionen und gastiert mit dem Jugendstück „Uns bleibt die Freundschaft“ von Madeleine Weiler am 19. Juni auch in Matrei in Osttirol.

Florian Böhm als Therapeut und Lucas Zolgar als „Verrückter ohne Kindheit“ im Stück „Nullmensch“ des bosnischen Dramatikers Jovica Letic.
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Theaterherz vor 5 Monaten

Wahn trifft Bühne

Ein sehenswehrtes Psycho-Duell erster Klasse, wo Wahn und Wirklichkeit ineinander übergehn. Die experimentelle Inszenierung zieht den Zuschauer direkt mit ins Geschen ein und es scheint kein Entrinnen vor den menschlichen Lastern zu geben. Die Protagonisten könnten irrer nicht sein und der Lösungsansatz des Nullmenschen nicht besser. Jeder der sich noch nicht mit dem Wahnsinn angesteckt hat, dem ist das Stück ans Herz zu legen.

- Tamara Culic