Nationalpark-Ranger Emanuel Egger und seine Schützlinge von der NMS St. Jakob, die nach vier Tagen „Klimaschule“ jetzt als „Klimabotschafter“ unterwegs sind. Foto: NMS St. Jakob

Nationalpark-Ranger Emanuel Egger und seine Schützlinge von der NMS St. Jakob, die nach vier Tagen „Klimaschule“ jetzt als „Klimabotschafter“ unterwegs sind. Foto: NMS St. Jakob

Schüler im Defereggental sind jetzt Klimabotschafter

Nationalpark Klimaschule gastierte zum „Tag der Sonne“ in der NMS St. Jakob.

Am 3. Mai wurde in Europa der „Tag der Sonne“ gefeiert und diesen Umstand nahm die Neue Mittelschule St. Jakob im Defereggental zum Anlass für eine ganz spezielle Lerneinheit. In insgesamt 16 Schulstunden, aufgeteilt auf vier Unterrichtstage, wurden die Schülerinnen und Schüler der 3a-Klasse von Nationalpark-Ranger Emanuel Egger zu Klimabotschafter/-innen ausgebildet: Fragen wie „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Wetter und Klima?“, „Was beeinflusst unser Klima?“, „Hat sich das Klima nicht schon immer wieder geändert?“ und „Kann der Mensch überhaupt aufs Klima einwirken?“ können die jungen Forschenden nun kompetent beantworten. Ihr Hintergrundwissen haben sie sich unter anderem anhand durchgeführter Experimente, dem Testen von Messinstrumenten, dem Vergleich von Gletscheraufnahmen aus verschiedenen Jahren oder Diskussionen in der Klasse angeeignet.

Ranger Emanuel Egger machte die Klasse darauf aufmerksam, dass die Klimaerwärmung gerade in der Nationalpark-Region schon deutlich spürbar ist. „Tiere und Pflanzen haben über Jahrhunderte Überlebensstrategien fürs Hochgebirgsklima entwickelt und können sich meist nicht so schnell an neue Durchschnittstemperaturen anpassen. Ebenso beginnen Berge aufgrund des auftauenden Permafrostbodens zu bröckeln. Das augenscheinlichste Zeichen der Klimaerwärmung bei uns ist aber wohl der Gletscherrückgang“, erklärte Egger, der selbst erst vor Kurzem an einer Gletschervermessung teilnahm.

Den vierten und letzten Tag der Nationalpark-Klimaschule widmeten die Schülerinnen und Schüler dem Thema Klimaschutz: Der Schwerpunkt wurde hier vor allem auf erneuerbare Energieträger und die umweltfreundliche Mobilität gelegt. Dazu wurde – passend zum Tag der Sonne – kontrolliert, auf wie vielen Dächern in St. Jakob bereits Solar- und Photovoltaikanlagen installiert wurden. Zudem diskutierten die Schülerinnen und Schüler über die E-Mobilität in Osttirol und nahmen das neue Elektro-Auto des Nationalparks Hohe Tauern unter die Lupe.


Im Rahmen der Klimaschule des Nationalparks Hohe Tauern können Schulen in Kärnten, Salzburg und Tirol kostenlos einen dafür ausgebildeten Nationalpark-Ranger zu sich ins Klassenzimmer holen. Auf der neuen Online-Lernplattform klima.schule können die Inhalte der Klimaschule von Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern jederzeit kostenlos genutzt werden. Rückfragen bei Anna Brugger,  Nationalpark Hohe Tauern Tirol.

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