Matteo und Gabriel bearbeiten eifrig ihre Ytong-Blöcke. Fotos: Markus Kozubowski

Matteo und Gabriel bearbeiten eifrig ihre Ytong-Blöcke. Fotos: Markus Kozubowski

Die Großlercher Schule wurde zur Bildhauerwerkstatt

Gabriel Rauchegger besuchte die Sonderschule Sillian und brachte ein besonderes Material mit.

Die Kinder der Georg Großlercher Schule bekamen vor einigen Wochen Besuch von Gabriel Rauchegger. Der Abfaltersbacher Bildhauer schaute im Zuge des Tiroler Kulturservice an der Sillianer Sonderschule vorbei und funktionierte mit den Schülerinnen und Schülern den Werkraum kurzerhand in eine Bildhauerei um: Er hatte nämlich ein besonderes Material mitgebracht – Ytong. Dieser hochporöse mineralische Baustoff zeichnet sich durch leichte Bearbeitbarkeit und geringes Gewicht aus – also genau das richtige Material für Bildhauer und junge Künstler.

Die Kinder suchten sich jeweils ein Lieblingsmotiv aus, dieses galt es anschließend auf den Ytong-Block zu übertragen: Zuerst „kopierten“ sie die Linien mittels Pauspapier, dann begann die eigentliche Bearbeitung mit Schnitzeisen, Raspel und Feile. Der Stein muss gleichmäßig von allen Seiten behauen werden, damit allmählich eine plastische Form entsteht – diese Figur wird dann immer feiner ausgearbeitet. Zum Schluss geht es noch ans Schleifen.

So wurde im Werkraum viel Staub aufgewirbelt, ganz so wie es sich für eine richtige Bildhauerwerkstatt gehört! Schlussendlich enstanden mit etwas Hilfe dekorative dreidimensionale Formen – Kleeblätter, Herzen, Fische und viele mehr. Die Kinder bekamen einen guten Einblick in die Bildhauerei, lernten die groben und feinen Arbeiten an einem Ytong-Block kennen und schulten so auch ihre räumliche Vorstellungskraft.

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