Oppositionelle Kritik an Blanik im Lienzer Gemeinderat

Vorwurf: Ausschüsse werden zu wenig eingebunden. Bürgermeisterin gelobt Besserung.

Es waren keine großen Themen, die der recht ruhigen Sitzung des Lienzer Gemeinderates am 8. Mai ihren Stempel aufdrückten, sondern eine generelle Kritik, die sich als roter Faden durch mehrere Tagesordnungspunkte zog. Als Bürgermeisterin Elisabeth Blanik die gewerberechtliche Anpassung einer Gastgartenverordnung – Sperrstunde generell um 23.00 Uhr – zum Thema machte, gab es die erste Beschwerde aus der ÖVP-Ecke. Vizebürgermeister Kurt Steiner und Christian Steininger hätten das Thema gerne im Standort-Ausschuss beraten, es kam dort aber nie an, sondern wurde lediglich im Stadtrat abgehandelt.

Ähnlich erging es der Subventionsbitte des Vereines UmmiGummi für das Straßentheaterfestival OLALA. Die 33.000 Euro wurden – wie jedes Jahr – zwar einstimmig durchgewunken, doch die Beschlussvorlage kam nicht aus dem zuständigen Kulturausschuss, „den dieses Thema nie erreicht hat“, wie Ausschussobmann Uwe Ladstädter von der LSL bemängelte. Und auch Gerlinde Kieberl von den Grünen vermisste beim Thema Abfallentsorgung – es gibt neue Tarife im Altstoffsammelzentrum – eine Einbindung des von ihr geleiteten Umweltausschusses in die Entscheidungsfindung.

Bürgermeisterin Elisabeth Blanik verwies auf den lediglich formalen Charakter der im Stadtrat getroffenen Entscheidungen, gelobte aber Besserung: „Künftig werde ich einfach alles an die Ausschüsse weiterleiten.“

Elisabeth Blanik reagiert auf den Vorwurf, den Gemeinderat zu wenig einzubinden: „Künftig werde ich einfach alles an die Ausschüsse weiterleiten“. Foto: Brunner Images
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1 Posting bisher
Insider vor 2 Wochen

Ein bezeichnender Gesichtsaudruck sowie Handhaltung :-)