Zu jeder der ausgestellten Fotografien existiert ein Text, der sich mit dem Motiv auseinandersetzt. Foto: Bücherei Kals

Zu jeder der ausgestellten Fotografien existiert ein Text, der sich mit dem Motiv auseinandersetzt. Foto: Bücherei Kals

Ausstellung „Menschen und Momente“ im Haus de calce

Zehn AutorInnen und 16 FotografInnen zeigen Bilder und Texte mit historischem Hintergrund in Kals.

Sechzehn FotografInnen und zehn AutorInnen stecken hinter der Ausstellung „Menschen und Momente“ in Kals, die von Galerist Rupert Larl in dieser Form konzipiert wurde. Bereits vor zwei Jahren wurde sie das erste Mal in der Innsbrucker Galerie Fotoforum gezeigt und schon damals entstand die Idee, damit hinaus in die Bezirke zu gehen und sie auch dort der interessierten Bevölkerung zugänglich zu machen. Wie Hildegard Neuner, Organisatorin der Ausstellung, bei der Vernissage am Samstag, 16. Juni, berichtete, wurde sie durch Bezirkshauptfrau Olga Reisner auf die Räumlichkeiten im Kalser Gemeindeamt aufmerksam, die ihr geraten hatte: „Frag doch die Kalser Bürgermeisterin, die macht das sicher!“ Sie sollte recht behalten. Erika Rogl, selbst seit vielen Jahren Mitglied im Bücherei-Team, gewann ihre Damen für die Ausrichtung der Vernissage.

Die Ausstellung ist in ihrer Art eine Besonderheit: Zu sehen sind nicht nur 64 Fotografien, die historische Plätze in ganz Tirol in ihrem heutigen Erscheinungsbild zeigen und in mühevoller Kleinarbeit und Liebe zum Detail im Haus de calce platziert wurden, sondern es können auch alle 64 Texte nachgelesen werden, die in Auseinandersetzung mit den Fotografien entstanden sind. Stellvertretend für die zehn am Projekt mitwirkenden AutorInnen lasen die Südtiroler Dichterin Anne Marie Pircher sowie der Innsbrucker Schriftsteller und Verlagsleiter Bernd Schuchter sowohl eigene Texte, als auch die ihrer KollegInnen.

Wer die Ausstellung besuchen möchte, sollte auch genügend Zeit mitbringen, um Texte, Bilder und historische Hintergründe selbst zusammenzufügen.

In der Begrüßung erklärte Erika Rogl auch die Motive, die das Team von Gemeinde und Bücherei immer wieder dazu bewegen, Ausstellungen in dieser Form zu organisieren: „Wir möchten den heimischen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform geben und die Möglichkeit bieten, Neuartiges kennenzulernen. Weiters ist es uns ein Anliegen, öffentliche Gebäude zugänglich zu machen und dem Kulturauftrag, den die Bücherei ohne Zweifel hat, zu folgen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Zusammenkommen von Menschen, die neben all der Arbeit trotzdem die Zeit finden, sich zu treffen, sich zu unterhalten und über die schönen Künste zu reden.“ Heimische KünstlerInnen sorgten auch für die musikalische Umrahmung. Cilli Payr und Sohn Stefan füllten die Pausen gekonnt mit Klängen aus Horn und Saxophon.

Die Ausstellung läuft noch bis 31. Juli und kann an Werktagen von 08:00 bis 12:00 Uhr besucht werden. Interessierte sollten sich genügend Zeit für das Zusammenfügen der Bilder, Texte und historischen Hintergründe nehmen. Wer zu Hause in Ruhe weiterlesen möchten, kann einen Katalog mit sämtlichen Fotografien und Texten um 18 Euro vor Ort erwerben.

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