Die Arbeitslosigkeit in Tirol ist weiter im Sinkflug

3,9 Prozent Arbeitslosenquote ist der Bestwert in Österreich und niedrigster Stand seit 2001.

Zum Stichtag 30. Juni waren in Tirol ca. 339.000 Personen unselbständig beschäftigt, um 9.000 mehr als im Vorjahr. Dem stehen 13.827 vorgemerkte Arbeitslose gegenüber, was eine Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent bedeutet. Im Juni 2017 waren es 4,9 Prozent. Damals waren rund 3085 Personen mehr als arbeitslos vorgemerkt, der Rückgang beträgt 18,2 Prozent. Das ist, ebenso wie die niedrige Arbeitslosenquote, aktuell der Bestwert in Österreich. „Dieser ungebrochene Aufwärtstrend ist bundesweit einzigartig: Tirol ist Meister des österreichischen Arbeitsmarktes“, freut sich Landeshauptmann Günther Platter.

Anton Kern unterstreicht, dass auch Langzeitarbeitslose von der guten Entwicklung des Tiroler Arbeitsmarktes profitieren. Foto: AMS

AMS-Landesgeschäftsführer Anton Kern unterstreicht, dass auch Langzeitarbeitslose von dieser Entwicklung profitieren. Bei den 1.236 länger als ein Jahr vorgemerkten Arbeitslosen sei ein Rückgang um 572 Personen oder -31,6 Prozent zu verzeichnen, die Zahl der sechs Monate und länger Vorgemerkten ging laut AMS um 1.229 Personen oder -32,8 Prozent auf 2.522 zurück. „Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin darauf, die Vermittlungen zu steigern. Das Angebot an Stellen ist vorhanden, der Bedarf an Fachkräften seitens der Arbeitgeber ist weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Mit Qualifizierungsprogrammen des AMS Tirol reagieren wir weiterhin auf die starke Nachfrage, um für die freien Stellen das entsprechende Personal zu bekommen“, betont Kern.

In Fremdenverkehrsberufen ging die Arbeitslosigkeit besonders stark zurück. Foto: Nick Karvounis/Unsplash

Getragen wird der positive Trend im Juni vor allem von der Tourismuswirtschaft. In den Fremdenverkehrsberufen waren heuer im Juni 893 Personen weniger arbeitslos, als im Juni des Vorjahres – ein Rückgang um 20,4 Prozent. Regional und relativ betrachtet hat Osttirol bei den Tiroler Bezirken die Nase vorn. In Lienz ging die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 22,8 Prozent oder 295 Personen gegenüber dem Vorjahr zurück. Es folgen Imst (-21,6 Prozent) und Kitzbühel (-20,6 Prozent). Rückgänge können alle Bezirke vermelden. Und noch eine gute Nachricht hat das AMS: Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit sind Männer wie Frauen und alle Altersgruppen – also auch Jugendliche und ältere Arbeitnehmer – betroffen.

Sichtbar wird vor diesem Hintergrund auch die Bedeutung einer profunden Ausbildung für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt: 43 Prozent der derzeit 13.827 Arbeitslosen in Tirol haben einen Pflichtschulabschluss, ein gutes Drittel kann eine abgeschlossene Lehre vorweisen. Neun Prozent der arbeitslosen Personen haben eine höhere Ausbildung, 6,6 Prozent einen akademischen Abschluss.

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