Neos fordern ein Ende „des touristischen Förderwahns“

Tausend neue Gästebetten für Lienz schaffen zu wollen, „grenzt an Größenwahn“.

Der Osttiroler TVB-Obmann Franz Theurl spricht neuerdings in Zusammenhang mit diversen – zumindest angekündigten – Projekten rund um den Lienzer Hochstein von „tausend neuen Gästebetten für Lienz“ und fordert dafür Fördergelder des Landes Tirol. Für NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer „grenzt das an Größenwahn. So etwas passt in absolut keinem Verhältnis zum touristischen Gesamtangebot in Lienz. Das sind in etwa zehn neue 100-Betten-Hotels. Eine Erklärung, wie diese gefüllt werden sollen, bleibt uns Theurl schuldig – nicht nur in seiner Vision, sondern auch in der täglichen Arbeit als Obmann vom TVB Osttirol.“

Neos-Tourismussprecher und Hotelier Dominik Oberhofer (rechts) fordert gemeinsam mit Osttirol-Bezirkssprecher Domenik Ebner ein „Ende des touristischen Förderwahns“. Foto: Neos

Für Oberhofer, der selbst Hotelier ist, ist die Nächtigungsentwicklung der letzten Jahrzehnte speziell in Osttirol kein Ergebnis von Förderungen, sondern hauptsächlich getrieben durch Innovation und die wirtschaftliche Gesamtsituation in Europa, speziell in Italien: „Förderungen sind kein Garant für Innovation. Sie sind wettbewerbsverzerrend und können Tourismusbetriebe auch nachhaltig in eine Schuldenfalle drängen. Theurl – als Ex-Banker – sollte genau wissen, dass es sich hier ja nicht um ein rückzahlbares Darlehen, sondern um 20 Prozent geschenktes Eigenkapital vom Land handelt, was grobe Fehlentscheidungen verursachen kann.“

Nicht neue Bettenburgen sieht der pinke Tourismussprecher als Gebot der Stunde, „sondern echte, innovative Infrastrukturprojekte. In diesem Zusammenhang ist vor allem beim Tourismusverband Osttirol, im direkten Vergleich mit anderen Verbänden, noch viel Luft nach oben. Theurl giert nun erneut nach exzessiven Förderungen, die zu Lasten aller Steuerzahler gehen“. Der NEOS-Klubobmann fordert ein Ende des „touristischen Förderwahns“. Weniger Steuern, weniger Abgaben und weniger Bürokratie für alle Unternehmen seien wirkungsvoller, als Millionenförderungen für einzelne ausgesuchte Tourismusbetriebe.

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4 Postings bisher
Hot doc vor 4 Tagen

@Chiller336 Schultz als Allheilmittel zu sehen ist sehr einfach. Wenn wir abe von de Osttirol Invest 6 Mio Euro geschenkt bekommen wie in Kals, geht auch der Hochstein. Ode warne die 6 Mio Euro kein Geschenk, sondern eine Beteiligung die über die Jahre abgeschrieben wurde und dann keinen Wert mehr hatte?

    chiller336 vor 4 Tagen

    sicher kein allheilmittel - ABER ein weiteres mittel zur unterstützung vieler kleinbetriebe wie vermieter und generell für den tourismus - zumindest allemal besser als der tvb unter der leitung von könig theurl. man siehe die bisherigen investments der familie schultz: überall wo die investiert haben, boomt der tourismus - im vergleich dazu ist lienz ja schon ausgestorben ... und jetzt bitte keine rede von den massen an italienern, die osttirol überschwemmen und uns nur dreck und chaos hinterlassen ohne für unsere wirtschaft auf irgendeine art und weise förderlich zu sein

chiller336 vor 5 Tagen

tausende neue gästebetten unter anderem am hochstein? haha scheint sich bis zum theurl noch nicht herumgesprochen zu haben, dass die explorergruppe sich in osttirol definitiv nicht niederlässt - weil sie sich hier "nicht wilkommen fühlen". das selbe spiel wie mit den schulzes, die man nicht an die lienzer bergbahnen ranlässt, aus angst davor, nix mehr zum mitreden zu haben. lieber führma als grossaktionär ein defizitäres bergbahnengeschäft, welches jahr für jahr nur durch stützungen überleben kann. alles soo typisch für dieses kleinkarierte lienz - große maulereien und nix dahinter, zumindest keine ahnung ... mit unseren helden in der stadtgemeinde und im tourismusverband kanns ja NUR bergabgehen

bergfex vor 6 Tagen

Vielleicht sollte man den NEOS gleich einmal die Parteienförderung streichen.