FC-WR Nußdorf-Debant besiegt Rapid Lienz mit 1:0

Derbyspannung bis zur Schlussminute vor 400 Zusehern im Debanter Aguntstadion.

Am 11. August sahen die rund 400 Besucher im Aguntstadion Nußdorf/Debant in der ersten halben Stunde eine sehr ausgeglichene Partie. Bei den Dolomitenstädtern, die auf den verletzten Christopher Granig verzichten mussten, feierte der erst 17-jährige Lukas Lassnig ein, um es gleich vorwegzunehmen, gelungenes Debüt in der Startformation. Da sich beide Offensivabteilungen vorerst jedoch nicht entscheidend in Szene setzten, spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab. Von einem richtigen Derbycharakter war vorerst keine Spur.

Für die erste Aufregung sorgte dann der Unparteiische. Thomas Infeld nahm den Ball, für alle klar ersichtlich, mit der Hand mit, doch sowohl er als auch der sehr gut postierte Schiedsrichterassistent ahndeten dieses Vergehen nicht. Und es hätte für die Lienzer beinahe fatal geendet. Denn nach dem folgenden Stanglpass entstand vor dem Gästetor ein Getümmel und Rapid-Keeper Bernhard Leitner konnte den Schuss von Dominik Sporer gerade noch zum Eckball abwehren. Die Debanter hatten nun Lunte gerochen. In der 37. Minute vergab Thomas Infeld eine Riesenchance auf den Führungstreffer. Dusan Simic brachte nach einem gewonnenen Zweikampf den Ball zur Mitte, doch der Debanter Stürmer traf die Kugel nicht richtig. Dies war zugleich die letzte nennenswerte Aktion in der ersten Halbzeit.

Derby Debant vs. Lienz: Ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Hausherren im Aguntstadion. Foto: Brunner Images

Auch nach dem Seitenwechsel verlief das Derby sehr ausgeglichen, nach rund einer Stunde kamen die Hausherren aber in der Offensive immer besser ins Spiel. Zunächst scheiterte Dominik Sporer nach einem Missverständnis in der Lienzer Abwehr am Rapid-Keeper und kurz darauf zeichnete sich Bernhard Leitner bei einem Schuss von Dusan Simic aus. Aus einem Konterangriff wäre den Rapidlern dann aber beinahe der Führungstreffer gelungen. In einer Überzahlsituation agierte Dominik Müller aber zu eigensinnig, anstatt auf den völlig freistehenden Sven Lovric abzuspielen. Auf der Gegenseite sorgte wieder Dusan Simic für Gefahr. Nach einem Vorstoß über die linke Seite brachte er den Ball ideal zur Mitte, Dominik Sporer scheiterte jedoch erneut am Lienzer Schlussmann. Praktisch im Gegenzug bediente Dominik Müller den kurz zuvor eingewechselten Manuel Amoser, doch die Debanter Abwehr agierte gut und so hatte Marco Ortner keine Mühe, den Ball zu entschärfen.

Danach tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel, alles schien auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Dann aber sorgte der erst wenige Minuten auf dem Platz stehende Martin Neunhäuserer für das Tor des Tages. Rapid-Kapitän Manuel Eder konnte den durchbrechenden Dominik Tagger nur mehr durch ein Foulspiel stoppen. Den dafür verhängten Freistoß hämmerte Neunhäuserer an die Latte und von dort fiel der Ball hinter die Linie das Lienzer Tores.

In den letzten Minuten riskierten die Dolomitenstädter alles und der in den Sturm beorderte Manuel Eder hatte in allerletzter Sekunde noch die Riesenchance auf den Ausgleich, sein Schuss ging aber knapp am Debanter Tor vorbei. So blieb es summa summarum aufgrund der Torchancen bei einem verdienten Sieg für die Hausherren, die nun nach drei Runden mit dem Punktemaximum die Tabelle der Unterliga West anführen.

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