Tiroler Regierungsklausur: Viel Inszenierung, wenig Inhalt?

Die Liste Fritz zieht Parallelen zur Piefke-Saga und sieht wesentliche Probleme ungelöst.

„Schwarz-Grün auf den Spuren der Sattmanns aus der Piefke-Saga, eine leichte Wanderung in Osttirols Bergen, ein Ständchen vorsingen lassen, eine Eröffnung hier und eine Führung da. Nett war's.“ Markus Sint, gebürtiger Kartitscher und oppositioneller Landtagsabgeordneter der Liste Fritz spart nicht mit Häme angesichts der publizierten Ergebnisse der Klausur der Tiroler Landesregierung in Osttirol.

„Zur perfekten Inszenierung wäre die schwarz-grüne Landesregierung statt mit den Regierungskarossen gerne mit dem Direktzug nach Osttirol gefahren, aber den haben Platter, Felipe und Co. leider, leider seit fünf Jahren noch immer nicht auf Schiene gebracht“, ätzt Sint und kann auch dem präsentierten Osttirol-Paket nicht allzuviel abgewinnen. „Wie viel frisches Geld fließt wirklich nach Osttirol? Wie viele der Steuergeld-Millionen hat die Landesregierung schon in der Vergangenheit beschlossen und jetzt ein weiteres Mal verkauft?“

Markus Sint sieht die Regierungsklausur in den Osttiroler Bergen als politische Inszenierung mit wenig konkreten Ergebnissen. Foto: Liste Fritz

Darlehen der Osttirol Investment Gesellschaft (OIG) seien nichts Neues und auch von jeder Bank zu bekommen, derzeit mit niedrigem Fixzinssatz auf Jahre hinaus. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk sei wohl gesunken, die Löhne und Gehälter aber nicht gestiegen.

Und Sint vermisst Unterstützungsmaßnahmen für jene Betriebe und Unternehmer, die nicht im Tourismusbereich engagiert sind: „Wo bleibt ein maßgeschneidertes Unterstützungspaket abseits des Tourismus? Osttirol kann mehr als nur Tourismus, Osttirol hat eine gute Bildungs- und Ausbildungslandschaft, dann braucht es aber auch ordentlich bezahlte Arbeitsplätze in diesen Bereichen, sonst wird die Abwanderung der jungen, gut ausgebildeten Leute nicht zu verhindern sein“, kritisiert der Abgeordnete der Liste Fritz.

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