Rapid Lienz besiegt Seeboden in der letzten Minute

Die Dolomitenstädter behielten in einem spannenden Match mit 3:2 die Oberhand.

Die Grünweißen starteten sehr couragiert in das Spiel am 14. September und setzten die Gäste aus Oberkärnten mit aggressivem Pressing bereits früh unter Druck. So erlebten die rund 150 Zuseher im Dolomitenstadion in der ersten halben Stunde einen Fußball, den sie von ihrer Mannschaft zu Hause schon lange nicht mehr gesehen hatten. Bereits nach zehn Minuten ging die Niederwieser-Elf in Führung. Dominik Müller tankte sich auf der linken Seite durch, spielte einen idealen Pass auf den im Rückraum wartenden Christopher Korber und dieser schoss zum 1:0 ein. Nur zehn Minuten später war dieses Duo auch für den zweiten Treffer verantwortlich, diesmal allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

Christopher Korber drang über die rechte Seite in den Strafraum ein und seinen Stanglpass verwertete Dominik Müller zum 2:0. Seeboden waren in dieser Phase bemüht, den Schaden in Grenzen zu halten und kamen offensiv überhaupt nicht zur Geltung. Als Abschluss dieser Druckphase der Grünweißen wehrte Gästekeeper Herbert Brugger einen Schuss von Sven Lovric ab. Danach tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel und so ging es mit einer Zwei-Tore-Führung für die Rapidler in die Kabinen.

In der Halbzeitpause reagierten die Gäste und brachten zwei frische Kräfte ins Spiel. Und mit diesen und der Tatsache, dass die Rapidler nach dem Wiederanpfiff viel zu passiv agierten, kamen sie nun immer besser ins Spiel. Logische Konsequenz war der Anschlusstreffer nach wenigen Minuten durch Anton Peric. Kurz darauf hatte der Torschütze den Ausgleichstreffer am Fuß, konnte diese Möglichkeit aber aus kurzer Distanz nicht nutzen. Die Dolomitenstädter hatten nun in der Defensive alle Hände voll zu tun und in der 67. Minute stand ihnen das Glück zur Seite als ein Schuss von Arnes Besic die Außenstange traf.

Rapid-Trainer Manfred Niederwieser erlebte gegen Seeboden eine Hochschaubahn der Gefühle und bewies am Ende ein glückliches Händchen. Archivfoto: Brunner Images

Dann besannen sich die Hausherren wieder ihrer spielerischen Qualitäten und hatten zwei tolle Möglichkeiten auf die Entscheidung in diesem Spiel. Zunächst klärte Andreas Allmayer im Zurücklaufen einen gut angetragenen Freistoß von Dominik Müller in extremis mit dem Kopf und kurz darauf wehrten die Gäste einen Schuss von Johannes Ganner gerade noch auf der Linie ab. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff wurden die Gesichter auf der Lienzer Betreuerbank allerdings immer länger. Zunächst konnte Keeper Bernhard Leitner einen Schuss von Markus Wandaller gerade noch ins Torout abwehren. Aus dem darauffolgenden Eckball entstand ein Getümmel vor dem Lienzer Tor und Pasqual Eder drückte den Ball zum 2:2 über die Linie.

In der 85. Minute bewies Rapid-Coach Manfred Niederwieser allerdings ein Goldhändchen und brachte Antonel Cabraja ins Spiel. Und nur vier Minuten später sorgte dieser für grenzenlosen Jubel bei seinen Mitspielern. Nach einer Flanke von rechts rutschte er am langen Eck in den Ball und bugsierte diesen zum 3:2 über die Linie. In der Nachspielzeit hatten die Gäste noch eine Riesenchance auf den neuerlichen Ausgleich. Nach einem weiten Einwurf stand plötzlich auf der rechten Seite Markus Wandaller mutterseelenallein vor dem Lienzer Tor, scheiterte aber am glänzend reagierenden Bernhard Leitner.

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