Symbolfigur im Kampf um die Interessen Südtirols

Zeithistorikerin Eva Pflanzelter referiert in Lienz über Kanonikus Michael Gamper.

Kanonikus Michael Gamper gilt bis heute als eine der Gallionsfiguren der Südtiroler Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Obwohl meist als religiöse Person gesehen, war es doch sein politisches Wirken und Handeln, das nachhaltig Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung der deutschsprachigen Minderheit im Land hatte.

Der Südtiroler Michael Gamper (1885-1956) war Geistlicher und seit 1908 Kanonikus von Bozen. Er war auch Politiker und Journalist und setzte sich für die Interessen seiner Heimat ein. Foto: Bildungshaus

Er war eine der treibenden Kräfte der Organisation der Katakombenschule, die als Geheimschule in den 1920ern und 1930ern den Kindern die deutsche Sprache und Kultur näherbringen sollte. Auch in seinem publizistischen Wirken blieb er stets präsente Mahnstimme für die Belange der deutschsprachigen Minderheit. Nach Michael Gamper wurde in Lienz sogar eine Straße und eine Schule benannt.

Die Südtiroler Zeithistorikerin Eva Pflanzelter referiert am Freitag, 21. September, um 19:30 Uhr im Bildungshaus Osttirol über das Leben und Wirken Gampers. Eintritt frei, Spenden erbeten. Keine Anmeldung erforderlich.

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