Die Bartgeier in den Alpen werden wieder gezählt

Internationale Bartgeier-Beobachtungstage 2018 finden von 6. bis 14. Oktober statt.

Im gesamten Alpenraum werden alljährlich im Herbst die internationalen Bartgeier-Beobachtungstage (IOD) durchgeführt. Das Ziel dieser Zählung ist es, den aktuellen Bartgeierbestand zu schätzen und Hinweise auf neue Bartgeierpaare zu bekommen. Alle Interessierten sind aufgerufen, in den Tagen von 6. bis 14. Oktober 2018 nach Bartgeiern Ausschau zu halten. Der Schwerpunkt der Beobachtungstage liegt beim 6. Oktober (Fokuszeit: 9 bis 15 Uhr). An diesem Samstag befinden sich auch viele Projektmitarbeiter auf ihren Beobachtungsposten.

Mit nahezu drei Metern Spannweite und einem typischen Flugprofil sind Bartgeier aus großer Ferne zu erkennen. Diesen Umstand macht sich das Bartgeier-Wiederansiedlungsprojekt zu Nutze. Die besten Chancen auf Bartgeierbeobachtungen hat man im Nationalpark Hohe Tauern sowie generell im Hochgebirge, von der Obersteiermark bis nach Vorarlberg. Wichtig: Feldstecher, Kamera und Schreibutensilien nicht vergessen!

Die auffälligen Bartgeier sind meist schon aus großer Ferne zu erkennen. Foto: Hansruedi Weyrich

Folgende Daten sind zu erheben: Wo genau (Ortsbezeichnung, ungefähre Seehöhe), wann und wie lange wurde ein Bartgeier beobachtet? War es ein junger oder adulter Bartgeier? Welche Farbe hatten Kopf und Rumpf? Hatte der Geier Mauserlücken oder noch eine Markierung? Im besten Fall wird noch ein Foto zur Dokumentation und Bestimmung gemacht.

Wer einen Bartgeier beobachtet, kann die Sichtung – telefonisch unter 0664 3436293 oder 0664 8203055 und per E-Mail an ferdinand.lainer@salzburg.gv.at, beobachtung@gmx.net oder gunther.gressmann@tirol.gv.at – an das Bartgeier-Team melden. Social Media Nutzer können ihre Sichtungen zusätzlich via #CountingBeardedVultures teilen, außerdem gibt es ein Onlinemeldeformular.


Die internationalen Bartgeier-Beobachtungstage werden vom internationalen Bartgeiermonitoring koordiniert, bei welchem der Nationalpark Hohe Tauern von Anfang an aktiv mitwirkt. Jedes Jahr beteiligen sich über den Alpenbogen verteilt hunderte Freiwillige an dieser gemeinsamen Zählaktion. Dabei wurden in den beiden letzten Jahren zwischen 61 und 73 Prozent des im wissenschaftlichen Modell berechneten Bartgeierbestandes in den Alpen beobachtet und somit ein guter Überblick über die Bartgeierpopulation und deren Verteilung in den Alpen gewonnen.

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