Lienz: Probebetrieb für E-Bus mit Solarpanel

Der umweltfreundliche 27-Sitzer wird 14 Tage lang im Stadtgebiet getestet.

In einem 14-tägigen Probelauf kommt in Lienz ein neuer Elektrobus mit Solarpanel und 27 Plätzen zum Einsatz. Dabei soll die Eignung des Fahrzeugs für den Linienbetrieb getestet werden. Der werksneue Elektro-Niederflurbus des österreichisch-slowenischen Herstellers K-Bus wurde auf Basis eines bestehenden Modells von Nissan entwickelt. Nach halbstündiger Ladezeit ist der E-Bus für seinen Einsatz bereit und kann eine Strecke von 80 Kilometern bewältigen. Klimaanlage und Heizung werden über ein Solarpanel mit Sonnenenergie betrieben.

So sieht er aus, der elektrisch betriebene VVT-Testbus, der 14 Tage durch Lienz kurven wird. Foto: VVT

„Mit dem erstmaligen Einsatz eines Elektrobusses machen wir einen weiteren Schritt in Richtung umweltfreundliche Mobilität, die wir in unserer Strategie 2020 als Ziel definiert haben“, erklärt VVT-Geschäftsführer Alexander Jug. Lienz sei prädestiniert für einen Probebetrieb. Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe verweist darauf, dass bei der letzten Regierungssitzung 1,5 Millionen Euro für nachhaltige Mobilität beschlossen wurden: „Ein beträchtlicher Teil davon fließt auch in die E-Bus-Flotte. Langfristiges Ziel ist der flächendeckende Einsatz von solchen Bussen in Tirol.“

Elisabeth Blanik, Lienzer Bürgermeisterin und Obfrau des Gemeindeverbands ÖPNV Osttirol, hält bei guten Erfahrungen im Probebetrieb den Übergang in einen längerfristigen Linienbetrieb für „durchaus denkbar.“ Das bestätigt auch Wolfram Gehri, Regionalleiter der ÖBB-Postbus GmbH: „Während des Probebetriebs wird der E-Bus im Stadtbereich Lienz eingesetzt. Wir gehen davon aus, dass er durch seine geräuscharme Fahrt besonders bei den Anrainerinnen und Anrainern Zuspruch finden wird.“ Nach erfolgter Probephase mit dem E-Bus sollen die Weichen für die weitere Verwendung gestellt werden.

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10 Postings bisher
le corbusier

grundsätzliches zum stadtbus: erst kürzlich wollte ich wieder einmal den bus nutzen, mein sohn fährt so gern damit. leider hat sich der fahrplan wieder einmal geändert, am wochenende fährt jetzt gar kein bus mehr. mir kommt vor, als würde sich der fahrplan alle 2 monate ändern. für den täglichen weg zur arbeit kann man den bus kaum nutzen. für mich ist es eher ein verkehrsmittel für die freizeit, nach der arbeit und am wochenende, dann habe ich zeit bus zufahren. blöderweise sind das jetzt genau die zeiten, wo der bus nicht mehr fährt. wenn ich es dann doch einmal schaffe ist der fahrplan so komplex, dass ich 5 mal im internet suchen und nachlesen muss, wann ich wo wohin umsteigen muss, nur um von eichholz zum hochstein zu kommen.

meine vorschläge wären: - das system vereinfachen! nur eine stadtbuslinie, am besten so wie der skibus damals, in und gegen uhrzeigerrichtung, das war super simpel und wurde auch angenommen - bis sich das angebot wirklich etabliert hat, sollte der bus einfach gratis sein um zusätzliche barrieren zu vermeiden, irgendwie hat das beim skibus ja auch funktioniert

anton2009

E-Bus ok! Kleinerer Bus, ebenfalls ok! Aber glaubt wirklich jemand, dass man aufgrund des E-Bus-Einsatzes die Frequenz steigern kann? Lienz ist für Öffis nur begrenzt geeignet; und der Stundentakt ist nicht attraktiv. Daher, Blick nach Kufstein, dort fährt alle 20 Minuten der Citybus seine Runden!

    senf

    ja, in kufstein wird auch nicht alles zerredet, dort nimmt man das angebot an und geniesst. das meint dort jedenfalls meine verwandschaft.

miraculix

3 Gedanken :

Wieder eine Chance vertan, den Bus zeitlich begrenzt kostenlos ausprobieren zu können - den "Einnahmenausfall" für 14 Tage hätte der VVT wohl verschmerzen können ...

Erst wird kritisiert, dass die eingesetzten Busse zu groß sind, jetzt kommt ein kleiner und wieder ist es nicht recht ...

Wenn der regionale Verkehr nicht als Ganzheit gesehen wird, ist die Aussicht auf Rückgang des Individualverkehrs eher gering. Auch der "ruhende Verkehr" spielt nämlich eine große Rolle bei der täglichen Entscheidung, wie Mobilität gelebt wird. So lange für den Preis eines Einzelfahrscheins für den Regiobus im Stadtgebiet von Lienz vier Parktickets zu je 45 Minuten zu haben sind, werden die Busse abseits der Schülertransportzeiten wohl weiterhin recht spärlich besetzt ihre Runden fahren. Aber immerhin: wir können stolz sein auf den meistbefahrenen Bundesstraßenabschnitt Tirols, demnächst sogar mit zweispurigem Kreisverkehr!

    karli8

    @Gedanke 3 "​...meistbefahrenen Bundesstraßenabschnitt Tirols...", Wie kommst du zu der Annahme, lt. Verkehrsbericht Tirol 2017 ist der meistbefahrene Bundesstraßenabschnitt die B174 (​https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/verkehr/verkehrsplanung/downloads/verkehrsberichte/VB_2017_web.pdf) Machts jetzt zwar in Lienz nicht besser aber ja.

chiller336

ja gratuliere .... neben den dieselgeisterbussen nun auch der kleine elektrogeisterbus - ich frag mich wofür

    steuerzahler

    Na ganz klar, da werden sicher viele damit fahren, denn neugierig sind wir alle. Einmal ausprobieren, wie so ein Bus fährt und schon heißt es, der E-Bus hat eine hervorragende Akzeptanz. Da passt die kurze Probephase genau dazu, denn nach dem ersten Interesse für die neue Technik wird wieder der Alltag einkehren. Auch dieser Bus wird dann zum Geisterbus. Daher muß man das Experiment rechtzeitig beenden.

F_Z

einen Bus mit 16 Sitzplätzen, 10 Stehplätzen und 1 Behindertenplatz als 27-Sitzer zu bezeichnen ist vielleicht etwas verwegen 😉

    senf

    gratulation, endlich hat jemand die nadel im heuhaufen gefunden!

    europa: der bus wird dann sicherlich woanders weitergetestet, man hängt ihn nach der testphase in lienz ja sicher nicht in den kleiderschrank 😏

Europa

Das ein Elektro Bus getestet wird finde ich Super aber der Test müsste meiner Meinung viel länger dauern als 14 Tage und zwar ein halbes Jahr lang finde ich damit man lernt wie der Bus im Winter verhält finde ich