Nordschule Lienz: Die Weichen zur Sanierung sind gestellt

Emotionslos und einstimmig wurde in Lienz eine jahrzehntelange Diskussion beendet.

Es ist noch kein Jahr her, dass die Diskussion um Sanierung oder Neubau der Lienzer „Nordschule“ ein letztes Mal aufflammte, doch schon damals ließen Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und der Lienzer Stadtkämmerer Peter Blasisker wenig Zweifel aufkommen, dass ein Neubau nicht in Frage komme. Im Gegenteil. Mittlerweile ist auch der Neubau des Polytechnikums beim Campus Technik Lienz vom Tisch. Alles bleibt beim Alten, die drei Schultypen Volksschule, NMS und Polytechnische Schule bleiben wo sie sind, allerdings wird eine Generalsanierung der Gebäude in Angriff genommen, die auch eine Qualitätsverbesserung bei den Freiräumen bringen soll.

Wie das alles aussieht und was es kosten wird, weiß noch niemand. Der Gemeinderat gab am 9. Oktober 50.000 Euro Beratungshonorar für die spezialisierte Anwaltskanzlei Schöpf frei, die einen „wettbewerblichen Dialog“ moderieren soll, bei dem man einen Architekten als Generalplaner finden will, der das Facelifting für die Schulen aus einer Hand durchzieht. Das Ergebnis des Wettbewerbs vor elf Jahren sei nicht mehr relevant und deshalb auch nicht bindend.

„Idealer Standort, tolle Kubatur“ – Der Lienzer Gemeinderat entdeckte seine Liebe zu den fünfzig Jahre alten Schulbauten im Norden der Stadt. Sie werden generalsaniert. Ein Neubau ist vom Tisch. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

438 Schülerinnen und Schüler werden derzeit in den Gebäuden unterrichtet, davon 147 Volksschüler. Die Schülerzahlen gehen seit Jahren zurück, deshalb – so argumentiert Bürgermeisterin Blanik – sei das Platzangebot für die Schulen dermaßen großzügig, dass die PädagogInnen aller Schulrichtungen nun keine Lust mehr auf eine Absiedlung hätten. Das gelte auch für das Polytechnikum, weshalb man auch für diese Sparte die Neubaupläne verworfen habe. Doch nicht nur das.

Sowohl Blanik als auch der frischgebackene ÖVP-Stadtparteiobmann und Gemeinderat Christian Steininger lobten den Standort der Nordschule in höchsten Tönen als „geradezu ideal“. Ein Neubau wäre Geldvernichtung, „nie wieder bekämen die Pädagoginnen eine derart großzügige Kubatur“, erklärte die Bürgermeisterin, zudem würden die heutigen Parkplätze zu attraktiven Freiflächen werden. Parken sollen Lehrer und Eltern künftig in der neu entstehenden Krankenhaus-Tiefgarage und auf dem ein paar hundert Meter westlich gelegenen Feld über dem Friedhof der Stadt.

Zaghafter Widerstand von FPÖ-Mandatar Sepp Blasisker – der einen Neubau besser fände – wurde im Keim erstickt. Der Beschluss zur Sanierung der Schulen fiel einstimmig. 2020 soll damit begonnen werden.

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11 Postings bisher
ilk48

Nur der Parkplatz hinterm Friedhof ist viel zu weit weg von der Schule-Gehzeit ca. 10 Minuten. Nicht gut durchdacht. Das wäre so, wenn Bedienstete der Liebburg beim Stadion parken müssten.

    chiller336

    der parkplatz hinterm friedhof wurde meines wissens nach auch für die besucher und angestellten des bkh lienz errichtet - und zwar für die zeit des umbaus des bestehenden krankenhausparkplatzes

      ilk48

      Ja, aber auch für Lehrpersonen der VS, NMS und PTS

      chiller336

      die schule könnte ja ein ansuchen stellen, die autos des lehrkörpers unterhalb in der grossen wiese abstellen zu dürfen ... "ironie off" . a paar schritt zu fuß zu gehn hat noch niemand geschadet - ausserdem hats all die jahre auch so funktioniert bevor der parkplatz hinterm friedhof gebaut wurde - oder haben lehrpersonen ihre fahrzeuge gar am krankenhausparkplatz abgestell? hm?

Ceterum censeo

Lieber Steuerzahler, .......dann gehts dir so, wie manchem Maturanten bei der Mathe-Zentralmatura. Lies und denk - dann weißt, du, was gemeint ist. Es muss nicht jeder Mensch ein Goethe sein. Oder Schiller, Hesse, Grass, Kästner, Ganghofer, Cicero, Vergil, William S., Follett .....u u u u. Das größte Problem im Bereich Schule Nord ist der Verkehr. In diesem Zusammenhang eine Bitte an die Eltern: Lasst doch die Kinder ein paar Meter zu Fuß gehen, unterstützt nicht die Bequemlichkeit der Schüler. Zudem ist der Weg nicht gefährlich, als anderswo.

gaukler

50.000 Euro um einen Architekten zu finden? Ich verstehe die Welt nicht mehr!!!

wolf_c

... wenn jemand Grün nicht mag, sein Problem; aber zu befinden das am Besten 100% des öffentlichen Raumes und nicht 70% wobei ideal max30% des öffentlichen Raumes den Autos gehören sollen, ist unverschämter rücksichtsloser gemeiner böser Trumpismus; nicht entblöden sich 80kilo Männlein mit 1500kilo Maschinchen Tag für Tag Gas zu geben und Tiere totzufahren, gilt (auch für Weibchen, va beim Einkaufen der Wurstmajo) sollen alle Menschen am besten nicht auf den Strassen existieren; was für ein E G O I S M U S, immerhin beweist er unser regionales SuperBanalNiveau ...

... der Standort der Schule ist excellent! das DrumHerum eine Katastrophe, geschuldet dem retro-Entwicklungskonzept der Stadt(vom Talboden redet eh niemand mehr) und der Angst der Politiker die sich in die Hose scheissen sobald es ums Auto geht ...

    steuerzahler

    Kann mir das mal jemand übersetzen? Ich kann den Sinn des Geschriebenen nicht erfassen.

Europa

Ich Frage mich was kostet die Generalsanierung der Schule Nord ?Auch frage ich mich warum wird für den Schulbus nicht die Haltestelle Krankenhaus nicht verwendet, vorallem für die erst Klassler den von hier kämmen Sie viel leichter zur Schule finde ich und das mit viel weniger Gefahren.

Lienzsued

die entscheidung zur sanierung finde ich persönlich sinnvoller als einen neubau.....vor allem wenn das budget für einen neubau bei weitem nicht reichen würde....

aber der wahnsinn fängt ja schon wieder an.....50.000 euro beratungshonorar für die kanzlei schöpf....warum? ....es wird doch möglich sein dass unsere stadbauabteilung fähig ist einen generalunternehmer für die sanierung zu finden bzw. eine ausschreibung für das projekt zu erstellen....und dabei würde ich auch gerne mal sehen dass einheimische firmen bevorzugt werden - auch wenn diese nicht den billigstpreis anbieten.

chiller336

geldvernichtung .... guter witz haha .... und sinnlose grüninseln in der schweizergasse sowie eine vor wenigen jahren neugestaltete zwergergasse nicht? anstatt den schülern - unseren nachkommen und deren nachkommen - was anständiges zu bauen und vielleicht ein richtiges schulzentrum mit gemeinsam nutzbarem anständigen sportplatz und turnhallen, gemeinsamer bushaltestelle etc hau ma das geld lieber für solche sinnlosen projekte beim fenster raus und in eine steinalte schule, deren generalsanierung ja sicher nur mit finanziellen peanuts zu bewerkstelligen ist. ahja noch ganz vergessen die neugestaltung der bushaltestelle volkshaus. vermutlich muss man das geld sinnlos verpulvern, damit man bei zukünftigen förderungen den kürzeren zieht. die einzigen, dies wirklich freuen wird, sind die anwohner ans ehemalige bundeskonvikt. wo hat man in dieser stadt schon so einen unverbauten ausblick.