Osttirol: Großeinsatz für Störtrupps der TINETZ

Lesachtal und Pustertal leuchten wieder. In 17 Gemeinden wird aber noch gearbeitet.

Die heftigen Unwetter in der Nacht auf Dienstag haben auch das Verteilernetz der TINETZ zum Teil massiv beeinträchtigt. 290 Trafostationen in 23 Tiroler Gemeinden mit rund 9.400 Netzbenutzern waren kurzfristig unversorgt. Besonders betroffen war der Bezirk Lienz mit Ausfällen in bis zu 19 Gemeinden. TINETZ-Geschäftsführer Thomas Rieder: „Unsere Teams sind seit gestern Abend trotz widrigster Bedingungen im Einsatz, um die Stromversorgung in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen.“

Aufgrund der vielen Straßensperren gestaltete sich das Vordringen der Störtrupps zu den Einsatzorten besonders schwierig. Wo es notwendig und trotz Sturm möglich war, wurde auf die Unterstützung von Hubschraubern zurückgegriffen. Aktuell sind im gesamten Bezirk Osttirol die Servicetrupps der TINETZ mit insgesamt 60 Monteuren im Einsatz. Am Dienstagmorgen wurden zusätzlich Mitarbeiter vom TINETZ-Stützpunkt in St. Johann zur Unterstützung nach Lienz verlegt.

Vom Sturm zerstörte Stromleitung in Kals. Foto: Expa/Groder

Die Anzahl der unversorgten Stationen konnte laut TINETZ bis Dienstagnachmittag auf 105 in 17 Gemeinden reduziert werden. Im Iseltal bestehen noch Unterbrechungen zwischen Kalserbach und Matrei, eine Behebung ist ebenso wie im Bereich des Iselsberg voraussichtlich im Laufe der Abendstunden möglich. Die Stromversorgung im Lesachtal ist mittlerweile bis Untertilliach wiederhergestellt. Auch das Pustertal ist weitgehend wieder versorgt.

Aktuell sind die TINETZ-Monteure bei Abfaltersbach im Einsatz, um einen vom Hochwasser unterspülten Hochspannungsmast zu sichern. In das Villgratental konnten die Störtrupps der TINETZ bis jetzt nicht vordringen. „Wo die Störungsbereiche zugänglich sind und ein gefahrloses Arbeiten möglich ist, wird mit Nachdruck an der Wiederversorgung gearbeitet“, ergänzt TINETZ-Geschäftsführer Thomas Trattler, der die betroffene Bevölkerung um Verständnis ersucht. Weitere Kräfte aus Nordtirol seien bereits angefordert.

Link: Aktuelle Versorgungssituation in Osttirol

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