37 Millionen Euro für Tiroler Wohnpaket

Mehr Wohnbauförderung und einkommensunabhängige Sanierungsoffensive.

Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung hat am Dienstag ein 37 Mio. Euro schweres Wohnpaket finalisiert, das mit 1. Jänner 2019 in Kraft treten soll. In der Regierungssitzung wurden eine erhöhte Wohnbauförderung im Umfang von 17,6 Mio. Euro sowie zusätzliche 12,4 Mio. Euro für eine einkommensunabhängige Sanierungsoffensive beschlossen, teilten die Koalitionäre mit.

Mit der erhöhten Wohnbauförderung gebe es vor allem für verdichtete Bauweise, Eigenheime sowie Alten- und Pflegeheime mehr Unterstützung, erklärte die zuständige Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP). Eine Familie mit zwei Kindern, die sich eine Eigentumswohnung kaufen möchte, erhalte künftig etwa 11.000 Euro zusätzlich an Förderung – wenn die Finanzierung über einen Wohnbauförderungskredit vorliegt und die Wohnung 110 Quadratmeter groß ist.

Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP) sieht in dem millionenschweren Förderpaket „einen weiteren Schritt hin zu leistbarem Wohnen“ in Tirol. Foto: APA

Indes wird die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive fortgesetzt. Sie soll ein Bauvolumen von rund 150 Millionen Euro auslösen, so Palfrader und Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) verwies zudem auf die Klimafreundlichkeit dieser Maßnahme. „Die Sanierungsoffensive bewirkt auch einen klaren Trend hin zu innovativen, klimarelevanten Heizsystemen wie Biomasse und Solar. Das führt zu einer beachtlichen Reduktion der CO2-Emissionen. Allein in den Jahren 2015 bis 2017 wurden durchschnittlich 18.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart“, meinte Felipe. Bereits im September hatte die Landesregierung bei ihrer Klausur in Osttirol angekündigt, zusätzlich 7,2 Mio. Euro jährlich für das „Mietzinsunterstützungsmodell NEU“ zur Verfügung zu stellen.

Palfrader sah jedenfalls einen „weiteren, wesentlichen Schritt hin zu leistbarem, bezahlbarem Wohnen“ gesetzt. Ein „Masterplan“ für den Bau von 12.000 geförderten Wohnungen, wie im Regierungsprogramm vorgesehen, soll dann Anfang kommenden Jahres vorgestellt werden.

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