Mobilitätszentrum: Brückenbau über die Drau beginnt

Start der Abrissarbeiten am Bahnhofsgelände – Exakte Pläne bleiben im Dunkeln.

Sie kenne die Optik des künftigen Lienzer „Mobilitätszentrums“ selbst nicht, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik in einem Pressegespräch am 16. Jänner in Lienz. Bauherr sei in diesem Fall die ÖBB, die noch keine Visualisierung veröffentlicht habe. Planer ist das Büro Ostertag. Auch von der Firma MPreis, die direkt am Bahnhof eine neue Filiale errichtet, gebe es keine Bilder, die auf die Gestaltung des neuen Supermarktes schließen lassen. Damit rechnet Blanik erst bei der Bauverhandlung.

Davon unbeschadet freut sich die Bürgermeisterin über den Beginn konkreter Baumaßnahmen für das 29 Millionen Euro-Projekt, das den Süden von Lienz mit der Innenstadt verbinden und eine verbesserte Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr schaffen wird. ÖBB und Land Tirol zahlen den Löwenanteil. Zentrales Element des Mobilitätszentrums ist eine neue städtische Wegeachse. Von der Tristacherstraße führt demnächst eine Auto-, Fußgänger und Radbrücke auf das ÖBB-Gelände. Mit dem Bau, der von einigen Anrainern skeptisch gesehen wird, wird bereits im Februar begonnen. Den Zuschlag dafür erhielt die Firma Frey.

Vor dem Neubau steht der „Rückbau“ auf dem Bahnhofsareal in Lienz. Foto: Stadt Lienz/Januschke

Dauerparker und italienische Radfahrer werden künftig über diese Brücke in den Süden des Bahnhofs gelenkt, wo neue Park and Ride-Möglichkeiten entstehen. Mit dem Abriss von alten Bestandsgebäuden wurde bereits begonnen. Sieben Schrebergärtner, die vom Brückenbau direkt betroffen sind, wurden auf Kosten der Stadt samt ihren Häuschen in den Stadtteil Minekugel umgesiedelt und erhielten dort neue Gärten auf städtischen Grundstücken.

Vom neu entstehenden Park and Ride-Areal wird eine Unterführung mit barrierefreien Aufgängen zu den Bahnsteigen bis vor das ehemalige Postgebäude am Boznerplatz führen. Damit wird es möglich sein, in wenigen Minuten Fußmarsch vom Lienzer Hauptplatz teilweise unterirdisch bis zu den „Hochhäusern“ an der Tristacherstraße zu spazieren. Für die Gestaltung dieser Unterführung habe man beim Bauherren ÖBB einige Wünsche angemeldet, erklärt Blanik, beispielsweise Präsentationsflächen für den Nationalpark.

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8 Postings bisher
Danny

Hat einer von Euch irgendwann mal irgend etwas positives von @ bergfex gelesen.???Wundert mich eh,das er noch nicht ausgewandert ist,da Ihm eh nichts passt.

steuerzahler

Nachdem dort ohnehin schon alles verbaut ist und jetzt eben eine vielleicht sinnvollere Verbauung entsteht, kann das nur besser werden.

Problematisch finde ich nur die zunehmende Verbauung von Ackerflächen, bei gleichzeitigem Leerstand.

Damaha

Also ich freue mich richtig über diese Verbesserung! In dieser Stadt wird VIELZUVIEL (zb ekelhafte Wohnblocks s. Eichholz) gebaut, aber bei diesem Vorhaben ist Sinn und Nutzen erkennbar.

    meinlz

    Das einzig sinnvolle daran ist, dass der Bahnhof endlich barrierefrei wird. Wozu so eine riesige Brücke gebaut wird und die tristacher strasse mit noch mehr Verkehr belastet wird, ist nicht nachvollziehbar! Eine Rad- bzw Fußgängerbrücke hätten sicher auch gereicht!!! Und wer benützt schon gerne eine so lange Unterführung??? Das beste Beispiel dafür ist wohl die dzt bestehende Unterführung beim bahnhof, die nicht wirklich benutzt wird!

bergfex

Ich freue mich schon auf den Katakombengang. Dort wird es wieder ausschauen wie in einem Urinhäuschen.

    unholdenbank

    @Bergfex: Brauchst ja nicht hinzubrunzen, dann ist schon einer weniger. Halt immer ein bisschen miesmachen, gell!

    Kurgan

    @bergfex: du bist echt jemand, der über alles mault.

    Es wird bestimmt kein Schild aufgestellt, auf dem aufgefordert wird dahin zu "brunzen". Denk ich mir mal.

    Ein wenig Eigenverantwortung kann man von der Bevölkerung schon erwarten.

    steuerzahler

    Videoüberwachung, Ausforschung und satte Strafen, sowie Reinigungsdienst bei gleichzeitigem Angebot eines modernen WC's sollte das Problem lösen.