Die Kindergartenkinder in Nußdorf-Debant bekamen am Freitag ganz besonderen Besuch und lernten, wie man im Straßenverkehr besser sichtbar wird. Fotos: KFV/APA Fotoservice/Greindl

Die Kindergartenkinder in Nußdorf-Debant bekamen am Freitag ganz besonderen Besuch und lernten, wie man im Straßenverkehr besser sichtbar wird. Fotos: KFV/APA Fotoservice/Greindl

Aktion „Glühwürmchen“: Sicher durch Sichtbarkeit

Zwei besondere Sicherheitsbotschafter des KFV besuchten den Kindergarten Nußdorf-Debant.

Am Freitag, 1. Februar, bekamen die Kindergartenkinder in Nußdorf-Debant Besuch von Glühwürmchen Glitzi und Henne Berta. Im Rahmen der kostenlosen Aktion „Glühwürmchen“ sind Vertreter des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) mit diesen beiden Handpuppen als Sicherheitsbotschafter unterwegs. So lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise, dass sie durch helle Kleidung oder Reflektoren für Kfz-Lenker besser sichtbar werden und somit sicherer unterwegs sind. „Ziel der Aktion ‚Glühwürmchen‘ ist es, dass das Gelernte von den Kindern im Alltag umgesetzt wird und die Tipps und Hinweise bis ins Jugend- und Erwachsenenalter präsent bleiben“, so Martin Pfanner  vom KFV.

Durch das Verteilen von Informationsfoldern an die Eltern beschäftigen sich auch Erwachsene wieder mit dem Thema „Sichtbarkeit“. So sollen nicht nur Kinder, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer von der Aktion profitieren. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, stellt das KFV den teilnehmenden Kindergärten und Schulen zusätzlich einen Bastelkoffer mit Plakaten, Liedtexten zum Thema Sichtbarkeit, Zeichenblöcke mit Ausmalbildern, Reflektorfolien und reflektierende Buntstifte zur weiteren Aufbereitung des Themas zur Verfügung. Dadurch setzen sich die Kinder auch nach der Aktion mit der Thematik auseinander.

Die „Sicherheitsbotschafter“ des KFV: Glühwürmchen Glitzi und Henne Berta.

Kinder sind aufgrund ihrer Größe sowie ihres oft unvorhersehbaren Verhaltens eine Risikogruppe für Unfälle. Verschärft werden diese Bedingungen vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, denn zu dieser Jahreszeit legen Kinder ihre Wege vermehrt im Dunkeln zurück. Obwohl sie selbst hellbeleuchtete Fahrzeuge bereits aus der Ferne erkennen können, werden sie von Kfz-Lenkern oft erst sehr spät wahrgenommen. Grund hierfür ist mitunter die eingeschränkte Fähigkeit des menschlichen Auges, Objekte oder Menschen bei Dämmerung oder im Dunkeln zu erfassen.

„Ein dunkel gekleideter Fußgänger wird oft erst aus etwa 20 bis 30 Metern erkannt – das kann jedoch, je nach der vom Fahrer gewählten Geschwindigkeit, bereits zu spät sein. Tragen Fußgänger hingegen sichtbare, helle Kleidung und Reflektoren werden diese von Kfz-Lenkern bereits aus einer Entfernung von 150 Metern wahrgenommen. So kann man das Unfallrisiko um 50 Prozent senken“, betont Pfanner. Eine Beobachtung des KFV zeigt, dass besonders im Erwachsenenalter – häufig aufgrund modischer Aspekte oder Eitelkeit – auf das Tragen von Reflektoren oder heller Kleidung verzichtet wird.

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bb

Fast jeden Tag begegnen mir als Autofahrer in der Morgendämmerung Radfahrer ohne Licht, nicht selten dunkel gekleidet - Erwachsene, Jugendliche, Kinder. Bei letzteren frag ich mich immer, wie das denn Eltern zulassen können...