Liebherr 2018 erstmals mit mehr als 10 Mrd. Euro Umsatz

945 Mio Euro und ein leichtes Plus verbuchte die Sparte Hausgeräte.

Im aktuellen Geschäftsbericht, veröffentlicht am 4. April, meldet die Firmengruppe Liebherr einen Umsatzrekord. 2018 übertraf der internationale Mischkonzern mit einem Umsatz von 10.551 Mio. Euro erstmals in der Firmengeschichte die Marke von zehn Milliarden Euro. Im Vergleich 2017 stieg der Umsatz um 739 Mio. Euro oder 7,5 Prozent. Die Sparte Hausgeräte, zu der das Werk in Lienz/Osttirol zählt, erzielte 2018 einen Umsatz von 945 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 16 Mio. Euro bzw. 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das Jahresergebnis 2018 der gesamten Firmengruppe lag mit 321 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, das Finanzergebnis gesunken, „vor allem aufgrund von negativen Währungseinflüssen“, erklärt Unternehmenssprecher Kristian Küppers.

Liebherr zählt nicht nur zu den größten Baumaschinenherstellern der Welt, sondern ist in einem knappen Dutzend Technologiesparten aktiv. Dachgesellschaft ist die Liebherr-International AG in Bulle (Schweiz), deren Gesellschafter ausschließlich Mitglieder der Familie Liebherr sind. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die Mitarbeiterzahl des Konzerns deutlich erhöht. Zum Jahresende beschäftigte die Firmengruppe Liebherr weltweit insgesamt 46.169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 2.300 mehr als im Vorjahr.

Alternative Antriebe im Einsatz: Der dieselelektrisch angetriebene Mining-Truck T 264 und der Mining-Bagger R 9400 mit vollelektrischem Antrieb. Foto: Liebherr

Liebherr produziert und vertreibt große Hydraulikbagger, Großmuldenkipper, Krane für den maritimen Güterumschlag, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme, Ausrüstungen für Flugzeuge, Schienenfahrzeuge und Busse. Im Bereich der Komponenten ist die Firmengruppe auf Produkte der mechanischen, hydraulischen und elektrischen Antriebs- und Steuerungstechnik spezialisiert, die in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz kommen. Außerdem betreibt Liebherr sechs Hotels in Irland, Österreich und Deutschland.

Das Kühl- und Gefriergeräteprogramm für Haushalt und Gewerbe wird vorwiegend in Lienz gefertigt. In dieser Sparte werden drei Viertel des Umsatzes in der EU erwirtschaftet, die Wachstumsimpulse kamen 2018 aber vorwiegend aus Südamerika, den USA, China und Indien, wo Liebherr 2018 in Aurangabad ein neues Produktionswerk mit hochmodernen Fertigungsanlagen eröffnete. Die Liebherr Appliances India Private Limited ist auf die Herstellung hochwertiger Kühl- und Gefriergeräte für den indischen Markt spezialisiert.

Der Einbaukühlschrank Monolith von Liebherr startete 2018 in den USA, die Markteinführung in Europa ist für 2019 geplant. Foto: Liebherr

Beeindruckend ist auch die Forschungsquote des Familienkonzerns. Liebherr sieht sich als Hochtechnologieunternehmen und investierte im Vorjahr 586 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Ein Themenschwerpunkt dieser Forschungsprojekte ist die Baustelle der Zukunft, das „Bauen 4.0“, man investiere aber auch in die Steigerung der Energieeffizienz, den Leichtbau sowie die Automatisierung und Vernetzung von Produkten, schreibt Liebherr im Geschäftsbericht. Für 2019 rechnet das Unternehmen – trotz rückläufigem Wirtschaftswachstum – mit weiteren Umsatzzuwächsen.

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