Kaiser: Ibiza-Video „nur die Spitze des Eisbergs“

Kärntner Landeshauptmann kritisiert schlechtes Krisenmanagement von Kanzler Kurz.

Der Kärntner Landeshauptmann und stellvertretende SPÖ-Bundesparteichef Peter Kaiser hat am Samstagabend die Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen begrüßt. Dieser Schritt sei nach dem Skandalvideo die einzige Möglichkeit gewesen, sagte Kaiser in einer Aussendung.

Die Entscheidung, Neuwahlen auszurufen, sei „der einzige Weg, um weiteren Schaden von Österreich abzuwenden und aus dem internationalen negativen Scheinwerferlicht zu rücken“. Die FPÖ habe jedenfalls eindrucksvoll bewiesen, keine Regierungspartei sein zu können.

Kaiser unterstrich, dass Heinz-Christian Strache, Johann Gudenus und die FPÖ enormen Schaden, und zwar nicht nur der Politik, sondern der gesamten Republik beschert hätten. Dies betreffe aber nicht nur das Ibiza-Video, das „nur die Spitze des Eisbergs“ sei. Kritik übte Kaiser, der derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz ist, am schlechten Krisenmanagement von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Dieser habe mit seinem Schweigen gezeigt, dass er nicht Herr der Lage sei.

In die selbe Kerbe schlägt Kaisers Parteikollege Georg Dornauer, SPÖ-Parteichef in Tirol: „Sebastian Kurz hat sich heute erneut Zeit gelassen und bis zum Schluss versucht, die türkis-blaue Regierung zu halten. Diese politischen Spielchen sind eines Bundeskanzlers nicht würdig.”

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3 Postings bisher
amRande

Kurz wird schon wissen, warum er sich von den asthmatischen Schnellschüssen seiner Gegner nicht treiben lässt...

Lara

Die "politischen Spielchen" der SPÖ sind auch zu hinterfragen. Der Kärntner Landeshauptmann reagierte nicht angemessen auf die Aktion seines Sohnes, die Ausdrucksweise einer SPÖ Bürgermeisterin spricht für sich. Von der Wiener Parteispitze der SPÖ hört man ständige Beschimpfungen gegen andere Parteien, aber keinerlei konstruktive Vorschläge, um Österreich zukunftsfit zu machen.

    steuerzahler

    Darum direkte Demokratie!

    Nur damit können diese Unsitten beendet werden.