Das Ensemble der Theaterwerkstatt Innichen im satirischen Wechselspiel zwischen einst und jetzt. Foto: Wisthaler

Das Ensemble der Theaterwerkstatt Innichen im satirischen Wechselspiel zwischen einst und jetzt. Foto: Wisthaler

1250 Jahre Innichen: Was wurde aus Tassilos Werk?

Uraufführung der Persiflage „Haunoldland“ in der ausverkauften „Werkhalle“.

Am Samstag, 18. Mai, fand die Uraufführung des Stückes „Haunoldland“ statt, das von Heinrich Schwazer eigens für das Jubiläum „1250 Jahre Innichen“ verfasst wurde. Die Theaterwerkstatt Innichen betreibt mit dieser Inszenierung Geschichtsaufarbeitung in spitzfindiger und amüsanter Art: der Autor lässt nämlich den Gründer, Herzog Tassilo III., selbst überprüfen, was aus seinem „Werk“ geworden ist. Regisseur Torsten Schilling hat das muntere Stelldichein zwischen historischen Figuren und heutigen Gestalten in Szene gesetzt.

Von Anfang an ist das Publikum mit dabei, lacht, klatscht im Takt mit den Partysong und „liked“ auf Aufforderung kräftig mit. Herzog Tassilo (Peppe Mairginter) und seine Frau Luitbirga (Veronika Holzer) thronen hoch über den Köpfen der Zuschauer auf ihrem „Ross“. Der Bürgermeister (Harald Kraler), stets begleitet von seinem Sekretär (Paul Niederwolfsgruber) kriegt fast einen Herzkasper, weil er bei den Feierlichkeiten neben seiner Frau (Dagmar Pircher) sitzen muss, der urige Straßenkehrer (Toni Strobl) hat alle Hände voll zu tun, alles fürs Fest sauber zu halten und die überdrehte Touristenführerin (Ingrid Tempele) vermittelt den Touristen die 1250-jährige Geschichte Innichens in einer „Kurzversion“. Die junge Robotertechnikerin (Teresa Schäfer) ist stets bemüht, das mit neuester Technik aufgepäppelte Gründerpaar in Schuss zu halten.

Musikalisch untermalt wird das alles durch den schwarzen Drehorgelmann Markus Hackhofer. Griffige Dialoge, kurzweilige Wendungen, vor allem aber Charaktere mit Ecken und Kanten machten die Premiere zu einem kurzweiligen Theaterabend. Mit anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum für die ebenso unterhaltsame wie bissige Persiflage über die Geschichte Innichens.

Fotos: Wisthaler

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