Überschaubare Teilnehmerzahl, dafür aber jede Menge Spaß und Motivation bereits vor Beginn der Trainingsfahrt. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Überschaubare Teilnehmerzahl, dafür aber jede Menge Spaß und Motivation bereits vor Beginn der Trainingsfahrt. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Eine Handvoll Radsportler auf Trainingsrunde mit den Profis

Auch ein Doppel-Staatsmeister und ein 70-jähriger Radliebhaber begleiteten das BORA-Team.

Es ist ein Freitagmorgen wie jeder andere am Lienzer Hauptplatz. Gegen 09:00 Uhr gönnt sich in der wärmenden Morgensonne so mancher einen Koffeinschub auf einer Terrasse der Kaffeehäuser. Dass um diese Zeit am Hauptplatz auch eine Trainingsfahrt für die 32. Dolomitenradrundfahrt starten soll, davon bekommt man als Außenstehender zunächst wenig bis gar nichts mit. Erst als wenig später die Profis des renommierten BORA Hansgrohe-Teams auf ihren Rädern um die Ecke biegen und vor der Liebburg Aufstellung beziehen und als der TVBO-Obmann Franz Theurl aus einer Seitengasse heraus spaziert, lässt sich zumindest erahnen, dass sich hier etwas Interessantes abspielen könnte.

Wie im Vorfeld bereits angekündigt, bietet das BORA-Team heuer interessierten Radlern die Möglichkeit, gemeinsam mit den Profis die Lienzer Dolomiten zu umrunden. Offenbar folgten nicht allzu viele Radsportler der Einladung, am Ende sind es weniger als zehn, die sich der Herausforderung stellen. Das Profiteam hatte aber ohnehin angekündigt, nicht mehr als 15 Teilnehmer mitnehmen zu können. Die wenigen Motivierten, die sich letztendlich auf dem Lienzer Hauptplatz eingefunden haben, sind jedoch allesamt keine Anfänger im Radsport.

Will heute nicht ans Limit gehen, sondern von den Profis lernen: Günther Sabransky.

Einer von ihnen ist mit Günther Sabransky der frischgebackene Doppel-Staatsmeister im Berg- und Einzelzeitfahren. Heute wird er die Trainingsgruppe bis Kötschach begleiten, dann ist für ihn Schluss: „Man sollte sich in Hinblick auf die Dolomitenradrundfahrt am Sonntag nicht zu sehr auspowern. Mir geht es heute eher darum, herauszufinden, wie es die Profis mit dem Tempo halten.“ Das Rennen am Sonntag wolle er idealerweise „im vorderen Drittel“ abschließen.

Volker Keplin wird heute die Strecke noch einmal ganz genau unter die Lupe nehmen, um optimal für seine zehnte Teilnahme an der Dolomitenradrundfahrt gerüstet zu sein.

Volker Keplin nimmt heuer bereits zum zehnten Mal die Dolomitenradrundfahrt in Angriff. Er will heute die volle Runde mit den Profis absolvieren.

Reinhold Kreuzer war schon einige Male beim Radrennen um die Lienzer Dolomiten dabei. Mittlerweile fährt er die Runde in seiner Freizeit, jedoch nicht mehr im Rahmen des Bewerbs.

„Fast ein wenig enttäuscht“ von der geringen Teilnehmerzahl zeigt sich Reinhold Kreuzer, er gesteht aber auch: „Ich bin noch nie so früh am Rad’l gesessen.“ Auch mit seinen 70 Jahren hat Reinhold offenbar noch nicht genug vom Radsport, heuer geht er in seine mittlerweile 38. Rennradsaison. Bevor er mit den Profis aufbricht gibt er schmunzelnd zu bedenken: „Es gibt übrigens einen großen Unterschied zwischen Radrennen fahren und Rennrad fahren.“

Der Österreichische Staatsmeister Lukas Pöstlberger betont: „Beim heutigen Training steht vor allem der Spaß im Mittelpunkt.“

Angeführt wird die Trainingsgruppe heute von den Profis Patrick Konrad und Lukas Pöstlberger, dem amtierenden Österreichischen Rennrad-Staatsmeister. Wir wollen von Lukas wissen, was er sich vom heutigen Training und dem Rennen am Sonntag erwartet:

Lukas Pöstlberger lauscht den Worten von TVBO-Obmann Franz Theurl.

Franz Theurl, Obmann des Osttiroler Tourismusverbandes, steigt heute nicht aufs Rad: „Dafür fehlen mir heuer noch einige Kilometer in den Wadeln.“ Er sei erleichtert, dass die intensive Vorbereitungsphase für die Dolomitenradrundfahrt nun vorbei ist: „Wir hatten in den letzten zehn Tagen alle Hände voll zu tun, um alle nötigen Straßenbescheide zu bekommen.“

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2 Postings bisher
container

Mit mehreren 100.000 Euro ??? dabei dürfte es sich wohl um einen Denk- bzw. Tippfehler handeln.

Bergzeit

Da sieht man wiedermal die Wertigkeit des Rennradsports in Osttirol. Theurl Franz investiert gegen den Willen der „Opposition“ jedes Jahr mehrere € 100.000 in das BORA Team nur das die hier trainieren. Dann interessieren sich lediglich eine Handvoll um dieses dem aus nächster Nähe kennenzulernen👏 Lieber TVB Aufsichtsrat , denkt mal darüber nach!