Die Freude über die großzügige Spende war am Ederhof natürlich groß. Foto: Robert Weichselbraun.

Die Freude über die großzügige Spende war am Ederhof natürlich groß. Foto: Robert Weichselbraun.

Eine Million Euro Spendengeld für den Ederhof

RTL-Gala brachte die Summe auf. Rehazentrum auf dem Iselsberg soll ausgebaut werden.

Zu Weihnachten 2018 war das Osttiroler Rehabilitationszentrum Ederhof eines von sechs weltweit ausgesuchten Projekten für den RTL Spendenmarathon, eine jährliche Weihnachts-Benefiz-Aktion des Senders. An Primetime-Zeiten sahen über 30 Millionen Menschen die Beiträge über das Zentrum auf dem Iselsberg – und spendeten die unglaubliche Summe von 1.028.515 Euro, die Eckhard Nagel, der ärztliche Direktor des Ederhofs und dessen Geschäftsführer Robert Weichselbraun nun in Empfang nahmen.

Schecks in dieser Höhe wechseln nur selten den Besitzer. Von links: Eckhard Nagel, ärztlicher Direktor des Ederhofs, Wolfram Kons, RTL-Moderator und Robert Weichselbraun, Geschäftsführer des Osttiroler Rehabilitationszentrums Ederhof. Foto: TVNOW/Guido Engels

Mit dem Geld soll das Zentrum erweitert werden, ein Plan der seit 2012 besteht. „Nun ist die Politik und die Tiroler Landesregierung gefordert, endlich die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, erklärt Robert Weichselbraun. Weder eine Petition der Osttiroler Bürgermeister, noch ein einstimmig genehmigter Landtagsantrag zur Unterstützung der Erweiterung des Ederhofs, eingebracht von Elisabeth Blanik, und auch nicht die Unterstützung durch das AKH-Wien und die Uniklinik Innsbruck waren bisher ausreichend, um dem Ederhof eine offizielle Position zu verschaffen. Der Geschäftsführer wünscht sich mehr Unterstützung der Landesregierung bei der Bettenvergabe und fixe Kassenverträge für mehr Planungssicherheit.

Weichselbraun: „Während der Ederhof beeindruckende internationale Bekanntheit und Aufmerksamkeit bekommt und das Konzept für organtransplantierte Kinder europaweit anerkannt und von höchsten und internationalen Überprüfungsstellen zertifiziert wurde, kommt man in der Heimat Osttirol einfach nicht weiter. Die Rudolf Pichlmayr Stiftung als Träger des Ederhofs will nochmal ordentlich in den Standort Osttirol investieren. Allerdings erwartet sich die Stiftung umgekehrt natürlich endlich die Genehmigungen und Verträge mit den österreichischen Partnern im Gesundheitswesen.“

Jeder einzelne Mitarbeiter am Ederhof sei stolz, hoch motiviert und voller Freude über diese unglaubliche Unterstützung und damit auch Wertschätzung. Weichselbraun: „So etwas passiert vermutlich nur einmal im Leben. Dementsprechend verantwortungsvoll, in voller Ehrfurcht und Dankbarkeit wollen wir mit dem Geld die für die Kinder und Familien dringend notwendige Erweiterung umsetzen. Wir sind zuversichtlich, dass sich nun bestimmt auch alle entsprechenden Partner und Behörden für eine gute Lösung im Sinne der betroffenen Kinder und deren Familien einsetzen werden.“

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1 Posting bisher
senf

das rehazentum ederhof hat sich in den vergangenen jahren zu einer tollen, erfolgreichen einrichtung entwickelt und kann nun mit der grossartigen spende über RTL einen weiteren schritt zur erholung und gesundung der die jungen patienten wagen. schade, dass das österreichische kassensystem hiefür bisher nicht zu gewinnen war. bedarf wär ja sicher gegeben. vielleicht liegts aber auch daran, dass man in tirol oftmals nur an grosseinheiten denkt, auch wenn man sie - wie im aktuellen fall - in autobahnschneissen hineinbauen möchte oder wollte. die gründe dafür sind ja bekannt, aber nicht verständlich.

ich jedenfalls wünsch dem dem team ederhof unter robert und wolfram für ihre jungen schützlingen weiterhin viel erfolg.

applaus dem RTL team!