Die Spitzenkandidatin der Tiroler ÖVP für die Nationalratswahl 2019: Margarete Schramböck. Foto: Expa/Michael Gruber

Die Spitzenkandidatin der Tiroler ÖVP für die Nationalratswahl 2019: Margarete Schramböck. Foto: Expa/Michael Gruber

Schramböck soll Tiroler ÖVP-Spitzenkandidatin werden

FPÖ schickt neben Spitzenkandidat Peter Wurm wieder Gerald Hauser ins Rennen.

Margarete Schramböck soll Spitzenkandidatin der Tiroler ÖVP für die Nationalratswahl werden. „Davon ist auszugehen“, sagte Landesgeschäftsführer Martin Malaun der APA. Formell fixiert werden soll die ÖVP-Landesliste voraussichtlich Anfang Juli vom Landesparteivorstand. Dass die gebürtige St. Johannerin Schramböck auch als Spitzenkandidatin auf der Regionalliste im Unterland (Kitzbühel und Kufstein) aufscheinen wird, scheint dagegen nicht der Fall zu sein. „Das ist eigentlich nicht notwendig“, so Malaun.

In Bezug auf die weitere Besetzung der Landesliste wollte der Parteimanager dem Vorstand nicht vorgreifen. Änderungen im Vergleich zu Wahl im Jahr 2017 würde es ohnehin dahin gehend geben, dass Ex-Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter ebenso nicht mehr antritt wie der im Zuge einer Affäre zurückgetretene Dominik Schrott. ÖVP-Behindertensprecherin und Abgeordnete Kira Grünberg, bei der Wahl 2017 Landesspitzenkandidatin, soll über die Bundesliste abgesichert werden. Er gehe davon aus, dass Grünberg dort wieder auf Platz zehn gereiht wird, sagte Malaun – wie beim letzten Urnengang.

Eine Absicherung Grünbergs über die Bundesliste hatte auch Seilbahn- und Wirtschaftsbundchef Franz Hörl gefordert. Hörl verzichtete zuletzt für Ex-Justizminister Josef Moser auf sein Mandat und machte Platz. Andernfalls hätte Grünberg das Hohe Haus verlassen müssen. Hörl soll allerdings laut „Tiroler Tageszeitung“ eine Bedingung gestellt haben: Grünberg müsse beim nächsten Mal dauerhaft über die Bundesliste abgesichert sein. Der wortgewaltige Zillertaler selbst ließ keinen Zweifel daran, wieder kandidieren zu wollen. Gut möglich, dass er auf Platz zwei gereiht wird. Außer Streit dürfte einmal mehr Langzeitabgeordneter (seit 1999) und Bauernbündler Hermann Gahr im größten Wahlbezirk (Innsbruck-Land und Schwaz) stehen.

Strache-Intimus Gerald Hauser (rechts) bleibt wohl Osttirols blaues Aushängeschild im Bundesparlament. Foto: Expa/Gruber

Bei der FPÖ dürfte es zu keiner personellen Veränderung kommen. Es wäre sein Wunsch, dass wieder Nationalrat Peter Wurm Spitzenkandidat der Partei wird, sagte Landesparteichef Markus Abwerzger der APA. Auf Platz zwei soll erneut der frühere Tiroler FPÖ-Chef Gerald Hauser kandidieren, auf Platz drei die bisherige Abgeordnete Carmen Schimanek. Ziel seien wieder drei Mandate, so Abwerzger. Er gehe aber davon aus, dass Schimanek als Obfrau der „Initiative Freiheitlicher Frauen“ auch über die Bundesliste abgesichert wird, meinte Abwerzger. Der Landesparteivorstand der FPÖ Tirol werde die Liste jedenfalls am Samstag absegnen.

Spannend wird, wer bei den Grünen in Tirol ins Rennen geht. Am 29. Juni stehe eine Landesversammlung mit der Wahl der Kandidaten an, sagte Landtagsklubobmann Gebi Mair der APA. Morgen, Dienstag, sollen die Kandidaten genannt werden. Sieben hätten sich beworben. Namen wollte Mair keine nenne, als mögliche Bewerber wurden Ex-Nationalratsabgeordnete Berivan Aslan und der frühere Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig gehandelt.

Die Tiroler NEOS indes fixieren ihre Liste am 5. Juli bei einer Landesversammlung. Fünf Kandidaten sind derzeit im Rennen, erklärte Landessprecher Dominik Oberhofer. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten die Innsbrucker Gemeinderätin Julia Seidl und der Haller Rechtsanwalt Johannes Margreiter.

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