Fahrverbote: Land weitet auf Kufstein und Reutte aus

In Kufstein kommt ab 6. Juli ein Mix aus Fahrverboten und Dosierungen mit Ampeln.

Nach den für die Wochenenden bis Mitte September verhängten Fahrverboten auf dem niederrangigen Straßennetz nach den Autobahnausfahrten im Großraum Innsbruck geht das Land Tirol nun einen Schritt weiter. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) kündigte am Freitag bei einer Pressekonferenz weitere Fahrverbote für die Bezirke Kufstein im Unterland und Reutte im Oberland an.

Die Fahrverbote sollen ab dem Wochenende des 6. und 7. Juli in Kraft treten und – wie die in der Vorwoche verhängten Fahrverbote – bis 14. bzw. 15. September andauern. Im Bereich Kufstein soll es laut Platter zu einem Mix aus Fahrverboten und Dosierungen mit sogenannten Dosierampeln kommen. An diesem Wochenende werde die Situation vor allem in Reutte genau beobachtet und an gewissen Stellen bei „Gefahr in Verzug“ von der Polizei Sperrungen durchgeführt.

„Wir lassen uns nicht mehr vom Transitverkehr überrollen! Die Grenze der Belastbarkeit ist für uns bereits deutlich überschritten. Die Zeit der Absichtserklärungen und Staatsverträge ist vorbei. Es zählen nur mehr Taten, und diese setzen wir, um die Menschen in den Dörfern und Ortschaften zu entlasten. Diese Notmaßnahmen sind für mich unverrückbar, Klagsdrohungen hin oder her“, zeigt sich Tirols Landeshauptmann Günther Platter entschlossen.
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3 Postings bisher
wolf_c

... eine passende Raumordnung dazu, die diese Bezeichnung R A U M O R D N U N G auch verdient, nicht so wie bisher(siehe Entwicklungskonzept Lienz und sinnlose Planungsverbände), könnte hilfreich sein ...

dolomitenwurm

Man kann leider zu Artikeln aus anderen Medien, die die dolomitenstadt in ihre Seite einbettet, keine Postings schreiben. Daher hier ein Kommentar zu "Passstraßen: “Damit wieder Stille einkehrt”.

Auch in Osttirol ist ab Mai auf manchen idyllischen Bergstrassen, an denen Gasthöfe, Beherberungsbetriebe oder Wanderwege liegen, die wegen ihrer Schönheit und Ruhe von vielen (zahlenden) Gästen und Einheimischen frequentiert werden, ab Mai die Hölle los. Einzelne Easy Rider, Fahrer auf potenten Sportmaschinen oder Ausflugsfahrten im Konvoi sind nicht nur EXTREM LAUT, ihre Zahl nimmt auch laufend zu (Danke ORF Tirol für die vollkommen kontraproduktive irrsinnige Werbung für Motorradfahren in Osttirol!). Die Frequenz des Motorenlärms ist weit, auch abseits der Strassen zu hören. An vielen Stellen machen sie mittlwerweile das Radfahren gefährlich.

Ich würde mir auch in Osttirol für diese Art des Tourismus Fahrverbote wünschen, stattdessen eine Werbung und Förderung für klimafreundlichen Urlaub zu Fuß, mit Fahrrad oder E-Bike!