Rendi-Wagner und Dornauer demonstrierten Einigkeit

„Die Zusammenarbeit zwischen Tirol und der Bundespartei könnte nicht besser sein“.

Zwischen dem Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer und der Bundesparteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner haben sich die Wogen offenbar wieder geglättet. „Die Zusammenarbeit zwischen Tirol und der Bundespartei könnte nicht besser sein“, sagte Rendi-Wagner im APA-Gespräch. Bei einem roten „Sommernachtsfest“ Montagabend in Innsbruck schwor man sich auf den Wahlkampf ein und demonstrierte Einigkeit.

Zu der zwischen der Tiroler SPÖ und FPÖ vor kurzem geschlossenen „Sachkoalition“ in Sachen Bundesheer meinte Rendi-Wagner, dass man eben immer schauen müsse, „wer unterstützt mein Anliegen, damit ich es umsetzen kann“. Daher sei diese Allianz für sie unproblematisch. „Das ist gelebte Politik“ sagte sie und verwies in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Beschlüsse im Nationalrat, in der auch SPÖ und FPÖ gemeinsam für Anträge gestimmt hätten.

„Wir gehen zwölf Wochen Seite an Seite“ – Georg Dornauer und Pamela Rendi-Wagner demonstrieren Einigkeit. Fotos: SPÖ

„Wir gehen zwölf Wochen Seite an Seite“, sicherte Dornauer Rendi-Wagner seine Unterstützung zu. „Vor dir steht eine geschlossene und gleichzeitig auch offene Partei“, meinte er. Inmitten von Anhängern auf der Dachterrasse des Landes-ÖGB positioniert, motivierte Rendi-Wagner die Tiroler Genossen in einer emotionalen Rede für den Wahlkampf. „Wenn wir nicht Schulter an Schulter in diese Wahlauseinandersetzung gehen, sind unsere Chancen nicht groß“, gab sie zu bedenken.

Ihr sei bewusst, dass die Ausgangslage für den SPÖ-Wahlkampf durch das Misstrauensvotum gegenüber der Bundesregierung im Nationalrat schwieriger geworden sei. „Ja, die Umfragen sind danach runtergegangen. Wir haben das gewusst“, sagte sie. Dennoch sei es die richtige Entscheidung gewesen, obwohl sie nicht „populär“ gewesen sei. „Es liegt an uns, das den Leuten draußen zu erklären. Lasst euch nicht einreden, dass das nicht aufzuholen ist“, feuerte sie ihre Unterstützer an.

Die Zusammenarbeit zwischen Dornauer und Rendi-Wagner hatte einen mehr als holprigen Start. Nachdem der 36-Jährige in einer Landtagssitzung im vergangenen November in Richtung der abwesenden grünen Landesrätin Gabriele Fischer gesagt hatte, dass er sich diese „nicht in der Horizontalen vorstellen“ wolle, weigerte sich Rendi-Wagner, den Tiroler SPÖ-Chef in die Bundesgremien der Partei aufzunehmen. Nach einigem hin und her nahm sie schließlich am Landesparteitag der Tiroler SPÖ teil, in der sie die Bemerkung Dornauers als „inakzeptabel“ bezeichnete. Die mediale Diskussion darüber habe außerdem dem Bemühen nach Geschlossenheit der Partei geschadet. Mittlerweile ist Dornauer wieder in den Bundesgremien vertreten.

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