Gemampft wird zum Beispiel auch nahe dem Radweg beim Schwimmbad Assling. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Gemampft wird zum Beispiel auch nahe dem Radweg beim Schwimmbad Assling. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Kein Stress in Osttirol mit „Mampfioso-Plakat“

Matteo Salvini schmeckt eine österreichische Fleischlaberl-Werbung nicht.

Das mit der Werbung ist so eine Sache. Damit sie wirkt, muss Plakatives aufs Plakat, vielleicht auch Provokantes, jedenfalls aber das eine oder andere Sprüchl, das man im weitesten Sinn als originell einstufen könnte und das im besten Fall jede Menge Aufsehen erregt.

Über Geschmack lässt sich in diesem Fall streiten, aber wer auch immer für die aktuelle Kampagne des Fastfood-Konzerns McDonald's Pate stand, hat auf jeden Fall breite mediale Aufmerksamkeit erregt. Die Plakate hängen zwar in Österreich, sorgen aber in Italien für Wirbel. Neben einem Burger steht da zu lesen: „Für echte Mampfiosi“. Der Sprachwitz hinter diesem Spruch dürfte sich vor allem aus italienischer Perspektive in Grenzen halten. Dem größten der italienischen Sprücheklopfer blieb angesichts der Mafia-Parallele gleich der Bissen im Hals stecken. Innenminister Matteo Salvini packte das Handy aus und wetterte via Twitter gegen McDonald's wobei er – ein Schelm wer Böses denkt – Österreich mit Deutschland verwechselte.

In Osttirol, das dieser Tage buchstäblich von Italienern überrollt wird, war bislang kein Protest der Nachbarn zu vernehmen, obwohl die Plakate teilweise nahe dem Radweg Innichen-Lienz hängen. TVB-Marketingmann Bernhard Pichler gegenüber dolomitenstadt.at: „Ich hab von unseren Außenstellen nichts gehört“. Also ist die „Mampfioso-Affäre“ wohl doch nicht mehr als ein gefundenes Fressen für die Medien in der „Saure-Gurken-Zeit“.

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