„Wolfsähnliches“ Tier wurde in Tirol abgeschossen

Bei dem stark verwesten Kadaver auch der Kopf abgetrennt. Land informiert heute.

In Sellrain in Tirol (Bezirk Innsbruck Land) ist am Dienstag von Pilzsuchern in einem Wald ein wolfsähnliches Tier erschossen aufgefunden worden. Laut einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ (Mittwochausgabe) war bei dem stark verwesten Kadaver auch der Kopf abgetrennt. Ob es sich wirklich um einen Wolf handelt, war vorerst unklar und Gegenstand von Untersuchungen. Um 10.00 Uhr wurde für heute, 31. Juli, eine Pressekonferenz mit Experten im Landhaus anberaumt.

„Es ist zumindest ein wolfsähnliches Tier, ob ein Hund, ein Wolfshund oder wirklich ein Wolf steht derzeit noch nicht fest“, hieß es seitens der Polizei. Aufgrund der starken Verwesung müsse das Tier schon länger dort liegen. Der Fund sei nach einer Empfehlung des Amtstierarztes noch am Dienstag an die AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, übergeben worden. Dort soll geklärt werden, um welche Tierart es sich handelt.

Zuletzt hatte es in Tirol – und unter anderem im Sellraintal – mehrmals Aufregung um offenbar von Wolf und Bär gerissene Schafe gegeben. Letzte Woche war bekannt geworden, dass für vier Mitte Juli im Sellrain- und Inntal gerissene Schafe ein Wolf verantwortlich war. Ein Bär konnte dagegen bei gerissenen Schafen im Pitztal und bei einem Rotwildkadaver im Außerfern nachgewiesen werden. Noch ausständig sind die Ergebnisse der DNA-Proben jener Schafe, die auf der Inzinger und Flaurlinger Alm tot gefunden wurden. Nicht mehr untersuchen könne man die kürzlich im Pitztal entdeckten Schafe, da sie bereits stark verwest waren.

Indes brach erneut eine Debatte rund um Abschussmöglichkeiten der Raubtiere los. Die Bezirkslandwirtschaftskammer brachte einen Antrag auf Entnahme – also Abschuss – von Wolf und Bär bei der Bezirkshauptmannschaft ein. Dieser wurde aber bereits abgelehnt.

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17 Postings bisher
Rudi

Hat man die Bevölkerung gefragt diese Tiere wieder anzusiedeln.Ich glaube nicht.Und bei einer Rückvergütung kommt eh der Steuerzahler zum Handkuss.Den Schaden sollten die Politiker zahlen.

Cyanistes caeruleus

Ich stehe der waidgerechten Jagd durchaus wohlwollend gegenüber. Aber die Jagd hat sich selbst ethische Grenzen zu setzen und so ist es höchste Zeit solche Überlegungen, wie die Abschussmöglichkeiten/Entnahme von Raubwild zu überdenken und eher einmal Partei dafür zu ergreifen, dass die Landwirtschaft und der Mensch endlich seine Handlungen im Umgang mit unserer Landschaft und der Natur in Frage stellt.

Sie ist nicht nur Produktionsstätte oder Sport- und Abenteuerplatz , sondern Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere, welche die Menschheit gerade dabei ist auszurotten.

Waidmannsheil!

Kapatieme

Lieber einen Wolfskadaver als 20 Schafe nutzlos in der Tierkörperverwertung! Meine Meinung dazu.

    chiller336

    ... 20 schafe die allesamt vergütet werden. ist ja was anderes, wenn der bauer 20 schafe vielleicht um a paar euros teurer verkaufen kann und sie dann geschlachtet werdn - oder werden die schafe gar nur von ihren züchtern nur zum streicheln gezüchtet? hmm ....

      atomsix

      @ chiller Und plötzlich verkommen Tiere doch wieder nur zu gefühlslosen Gegenständen ... Wäre gespannt, ob du dieselbe Meinung vertreten würdest, wenn deine von dir gezüchteten bzw. aufgezogenen Haustiere von einem Raubtier gejagt, bestialisch zerfleischt und teils halbtot zurückgelassen werden. Der Anblick und das Verräumen der Kadaver würde dich sicherlich nicht rühren. Der Schaden wird eh ersetzt ...

      Cyanistes caeruleus

      @atomsix

      Wer seine Haustiere/Nutztiere unbeaufsichtigt im Lebensraum von Raubtieren unterbringt, braucht sich nicht wundern wenn sie "bestialisch zerfleischt" werden. Mit den Subventionen und Förderungen für die Almwirtschaft könnte sich ein großer Teil der Schafzüchter bestimmt einen Hirten für die Almsaison leisten.

      chiller336

      gesetzt dem fall, ich würde schafe züchten, liesse ich die einfach nicht unbeaufsichtigt den ganzen sommer lang auf almen. schon klar, dass sich die tiere ihr futter selber suchen und dem bauern dadurch viel arbeit ersparen - mäharbeiten zb - und vor allem auch kosten fürs futter, aber als absoluter tierliebhaber käme so ein vorgehen für mich auch nicht in frage. ganz nebenbei würde mir bei jedem tier, dass ich wissentlich für den schlachthof verkaufe das herz brechen - schon allein deshalb wär ich kein guter viehwirtschafter

      Anthony Soprano

      Dass ich mal einer ähnlichen Meinung wie der Chiller sein darf, überrascht mich. Der den Asylwerbern am liebsten persönlich den Abschiebebescheid überreichen würde und sie alle gerne los werden würde, ist ein Haustierfreund!

      atomsix

      Die Diskussion über dieses Thema gestaltet sich äußerst schwierig, wenn das Gegenüber von Tierhaltung, Alpung, Behirtung und Subventionen absolut keinen blassen Schimmer hat ...

      Cyanistes caeruleus

      https://www.transparenzdatenbank.at

    Anthony Soprano

    ...nutzlos??? Das bedeutet also, dass ein Wolf nur zum Vergnügen jagt und tötet!? Es gibt ein Tier welches dies tut und das nennet sich selbst homo sapiens!

blaubaer

war zu erwarten!

    manchmalgottseidankexilosttiroler

    Stimmt!Da wohl kaum jemand behaupten wird,dass die Jägerschaft zu großen Teilen aus hellen Köpfen besteht,war das zu erwarten.

      Christof

      Wie kommt man eigentlich drauf, dass das unbedingt ein Jäger gewesen sein muss?

      Leider Gottes sind noch immer genug Waffen unserer Vorfahren in Hütten, Scheunen, Dachböden,..... versteckt, wo auch Nichtjäger Zugriff haben!

rebuh

nach der 4S Methode hat der gute Mann, vermutlich Mann, nur einen Fehler gemacht, er hat vergessen zu Schaufeln!

hiasler

Waidmannsheil ;)