"Etwas enttäuschend, da sind bei uns bei den Rennen wesentlich mehr Leute", meint Günther Sabransky über die Preisverteilung und Ehrung der neuen Weltmeister. Fotos: Günther Sabransky

"Etwas enttäuschend, da sind bei uns bei den Rennen wesentlich mehr Leute", meint Günther Sabransky über die Preisverteilung und Ehrung der neuen Weltmeister. Fotos: Günther Sabransky

Günther Sabransky berichtet von der UCI-Weltmeisterschaft

Gemischte Gefühle beim 60-jährigen Rennradler aus Osttirol nach dem Zeitfahren in Polen.

Der 60-jährige Radsportler Günther Sabransky hat sich für die derzeit stattfindenden UCI Weltmeisterschaften der Masters in Polen qualifiziert und wurde dafür vom Österreichischen Radsportverband nominiert. In diesen Tagen werden sämtliche Bewerbe der WM in Polen ausgetragen. Mittlerweile hat Sabransky das Zeitfahren hinter sich gebracht. Obwohl er sein Training komplett auf diese Disziplin ausgelegt hat, lief der Bewerb aus seiner Sicht durchwachsen.

„Das Rennen führte über einen 18,6 Kilometer langen, winkeligen Kurs mit teils schlechtem Strassenbelag. In meiner Klasse starteten 50 Teilnehmer der qualifizierten Weltbesten“, erklärt Sabransky. Vor allem die Hitze vor Ort habe ihm zu schaffen gemacht: „Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad kam ich nicht so recht ins Fahren. Die engen, durch Hütchen für den Gegenverkehr begrenzten Kurven waren richtige Rhythmusbremser für mich und alles andere als angenehm.“

Bedingt durch die hohe Geschwindigkeit rutschte Sabransky an einer Stelle kurz aufs Straßenbankett. Letztlich nimmt der 60-Jährige das Ergebnis aber gelassen: „Zeitfahren besteht halt nicht nur aus dem Geradeausfahren. Letztendlich wurde es ein Top Ten Platz.“ Bei einem Teilnehmerfeld von 50 Athleten holte Sabransky den achten Platz, wobei ihm auf den Viertplatzierten im Ziel lediglich zehn Sekunden fehlten.

Einen Grund, weshalb es nicht für das Podium reichte, sieht Sabransky im Material: „Es gibt noch enormen Spielraum was das Material anbelangt. Da waren Zeitfahrmaschinen jenseits von zehntausend Euro dabei, da bin ich Retro mit meiner Maschine. Vom körperlichen Leistungspotential her bin ich aber gut dabei.“

Vorbei ist die WM für den Osttiroler Radsportler aber noch nicht. Am Sonntag steht noch der 107 Kilometer lange Strassenbewerb an.

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