Gebirgsjäger aus Lienz üben in Montenegro

„Common Challenge 2019“ – Internationale Gebirgskampfausbildung auf dem Balkan.

Unter dem Titel „Common Challenge“ finden seit Jahren gemeinsame Übungen von österreichischen Soldaten mit den Streitkräften Montenegros in den Gebirgsmassiven des Balkanstaates statt. Bereits 2007 startete ein Projekt zur Gebirgskampfausbildung, 2012 und 2017 gab es gemeinsame Übungen, bei denen das Hochgebirgsjägerbataillon 24 eine wichtige Rolle spielte. Seit einigen Tagen ist die „Common Challenge 2019“ in Gang, an der Soldaten aus Montenegro, Österreich, Nord Mazedonien, Italien und den USA teilnehmen. Die 24er Hochgebirgsjäger aus den Garnisonen Lienz und St. Johann sind mit 38 Spezialisten vertreten.

Ihr Job liest sich in der Aussendung des Heeres so: „Knowhow-Transfer in den Bereichen Kampfeinsatz im Gebirge, spezialisierte Logistik, Risikomanagement im extremen Gelände, Combat Search and Rescue (CSAR) und Bergrettung.“ Geübt wird in der Nähe der Garnison Kolasin mit einem durchaus politischen Hintergrund: „Aufgrund der traditionellen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen nimmt der westliche Balkan einen hohen Stellenwert in der österreichischen Außenpolitik ein. Diese Prioritätensetzung wurde und wird durch das BMLVS mitgetragen, da Sicherheit, Wohlstand und Stabilität in dieser Region im ureigensten Interesse Österreichs liegen.“

Hier ein paar Eindrücke aus dem „Kampfgebiet“, fotografiert von Boris Kurnik/Jägerbataillon 24.

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3 Postings bisher
amRande

"Kampfeinsatz im Gebirge"! Erinnert mich irgendwie an die Dolomitenfront im Ersten Weltkrieg. Nur dass heute nicht jede Wasserflasche und jedes Stück Feuerholz von Maultieren oder Trägern, sondern von Hubschraubern in die Stellungen transportiert werden. Cui bono?

Ceterum censeo

Hoffentlich bekommen unsere Soldaten auch eine Möglichkeit, die frühere Hauptstadt Montenegros - Cetinje (ähnliche Einwohnerzahl wie Lienz) - mit der Residenz Peter d. Großen, dem "Schwiegervater Europas", der seine Töchter wie die Habsburger überall in Europa verheiratete, eine Besuch abzustatten. Die Kargheit des Landes (nichts als Steine!) ist beeindruckend. Ein Badeaufenthalt am Meer bei Budva, als Lohn für die anstrengenden Übungen, sollte drin sein. Die Grenze zum ehemaligen Kaiserreich erreicht man auf der Fahrt nahe Kotor, einem der monarchischen Kriegshäfen.

    senf

    danke, endlich einmal ein angenehmer beitrag statt den ständigen nörgeleien, wie sie von einigen halbdenkern hier zuhauf gepostet werden.