Ausschlussfestival in Matrei: Gleich vier Iseltaler wurden im Derby gegen Nußdorf-Debant vom Unparteiischen unter die Dusche geschickt. Auch für die Gäste gab es einen Platzverweis. Foto: Brunner Images

Ausschlussfestival in Matrei: Gleich vier Iseltaler wurden im Derby gegen Nußdorf-Debant vom Unparteiischen unter die Dusche geschickt. Auch für die Gäste gab es einen Platzverweis. Foto: Brunner Images

5 x Rot! Nußdorf-Debant feiert Derbysieg in Matrei

Der FC-WR siegt im Tauernstadion mit 2:0. Gleich vier Matreier Spieler mussten vom Feld.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie gingen die Gäste eher als Außenseiter in das Spiel am 28. September. Dass ein Derby aber seine eigenen Gesetze hat, bekamen die rund 800 Zuseher im Matreier Tauernstadion während der 90 Spielminuten vor Augen geführt. In den ersten Minuten schlüpfte zunächst der Unparteiische in den Mittelpunkt des Geschehens: Bereits nach sechs Minuten sahen mit Luis Henrique Oliveira de Almeida und Dominik Sporer gleich zwei FC WR-Spieler wegen eher harmlosen Fouls Gelb.

Danach nahm das Spiel langsam Fahrt auf und nach Zuspiel von Manuel Amoser fand Julian Wolsegger in der 18. Minute die erste Chance für die Iseltaler vor, Benjamin Unterwurzacher im Tor der Gäste war allerdings auf dem Posten und parierte den Schuss. Fast im Gegenzug setzte sich Debant-Kapitän Dominik Tagger auf der rechten Seite durch, spielte den Ball auf den im Rückraum lauernden Martin Neunhäuserer, dessen Schuss aber im letzten Moment abgeblockt wurde. Die Gäste wirkten danach etwas abgebrühter und routinierter und übernahmen im Verlauf der ersten Halbzeit das Kommando auf dem Matreier Rasen.

Gestützt auf eine solide und fehlerfreie Defensive, in der Aleksandar Simic Matreis Wirbelwind Christoph Jestl gut aus dem Spiel nahm, wurde immer wieder mit schönen Spielzügen nach vorne gespielt. Nachdem wenige Minuten zuvor ein leicht abgefälschter Freistoß von Dominik Tagger an die Oberlatte des Matreier Tors knallte, sorgte der FC WR-Kapitän Sekunden vor dem Halbzeitpfiff für die – zu diesem Zeitpunkt verdiente – Führung seiner Elf. Er verwandelte einen Freistoß aus rund 20 Metern zum 1:0. Auch nach dem Seitenwechsel tat sich die Panzl-Elf im Spiel nach vorne sehr schwer und konnte sich in der Offensive kaum in Szene setzen.

In der 56. Minute fiel dann bereits eine kleine Vorentscheidung in diesem Spiel. Eine Freistoßflanke von Peter Klancar wurde noch leicht abgefälscht und fand den Weg ins Tor – 2:0 für die Debanter. Kurz darauf bewahrte Matrei-Schlussmann Lukas Unterlader mit einer tollen Parade die Hausherren vor dem dritten Gegentreffer. Dies war dann allerdings für einige Zeit das letzte fußballerische Highlight in diesem Derby, danach rückte immer mehr der Unparteiische in den Blickpunkt des Geschehens. Binnen weniger Minuten schickte er mit Chrisoph Jestl und Luis Henrique Oliveira de Almeida die ersten beiden Akteure unter die Dusche. Doch dies sollten noch lange nicht die einzigen Platzverweise in einem eigentlich sehr fair geführten Spiel gewesen sein.

Nachdem alles bereits auf einen Erfolg des FC-WR hindeutete und die Matreier die Überlegenheit der Gäste an diesem Tag neidlos anerkennen mussten, fand das Kartenspiel im Tauernstadion seine Fortsetzung. Binnen acht Minuten mussten mit Julian Wolsegger und Ersatzkeeper Raphael Bstieler zwei weitere Iseltaler „dank“ der Ampelkarte frühzeitig in die Kabine. Zusätzlich sah dann bei den Hausherren auch noch Jonathan Panzl wegen eines Foulspiels die rote Karte. Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl des Spielleiters wäre in dieser heiklen Phase sicherlich nicht verkehrt gewesen. Am Ergebnis änderte sich letztlich jedoch nichts mehr und so kehrte die Elf von Klaus Gomig mit verdienten drei Punkten im Gepäck nach Hause zurück.

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1 Posting bisher
motinga

Lieber Kärntner Fussballverband. Kann es eigenlich nicht möglich sein einen Schiedsrichter für ei Derby abzustellen der auch dazu fähig ist so ein Spiel anständig zu leiten,??? Es war ganz sicher kein gehässiges auch kein hartes oder unfaires Spiel!! Dennoch ist es dem Schieri gelungen eine katastrofales daraus zu machen!