Foto: mnm/unsplash

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So soll das Sterben der Dorfgasthäuser enden

Tiroler Landesregierung präsentiert ein Maßnahmenpaket.

Die Tiroler Landesregierung hat in der Regierungssitzung am Mittwoch, 2. Oktober,  das bereits angekündigte Maßnahmenpaket beschlossen, das dem Wirtshaussterben in Tirol entgegentreten und die Tiroler Wirtshauskultur erhalten soll. Inkludiert in diesem Paket sind unter anderem eine Prämie für Wirtshausübernehmer und ein Direktdarlehen für Kleinstunternehmer.

Mit einem Kostenzuschuss von bis zu 15 Prozent können Wirtshausübernehmer nach dem heutigen Regierungsbeschluss zukünftig rechnen. Sollte es sich zudem auch um das letzte Wirtshaus im Dorf handeln, dann schüttet das Land eine „Wirtshausprämie“ von 10.000 Euro aus. Selbiges gilt auch, wenn die Wirtshaus-Verpflegungssituation in der Zwischensaison gefährdet ist. Ebenfalls neu ist ein zinsgünstiges Darlehen für Jungunternehmer von maximal 150.000 Euro.

Auch bei den in Anspruch genommenen Beratungsstunden soll den Übernehmern und Revitalisierern von Wirtshäusern künftig finanziell unter die Arme gegriffen werden. Bis zu 80 Prozent der Kosten werden dabei gefördert, maximal 40 Beratungsstunden sind darüber hinaus pro Jahr auf drei Jahre möglich. Bisher waren es 24 Beratungsstunden.

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3 Postings bisher
Spanidiga

Stimmt senf , Kommt dazu das jeder Verein darf schon eigenes Vereinslokal führen....da wird zum Selbstkostenpreis runtergelassen was geht....und dann 10 Min. vor der Sperrstunde zum Wirt, wäre recht noch bischen dranhängen(bringen eh nichts mehr weiter) und die Spielkarten bitte...egal ob dann Strafe kommt wegen Sperrstundüberschreitung. Spreche aus Erfahrung....

senf

na, spanidiga, ganz so wie du dramatisierst, wirds wohl nicht sein. ich denke, dass die jahrelange vereinsförderung, die kostenlose bereitstellung von räumlichkeiten und neuerdings auch so mancher unsinn von gemeindeveranstaltungszentren sich nun da und dort auswirken dürfte.

ich glaube aber auch, dass die einnistung des internet mit seinem unterhaltungsangebot, die soziale vernetzung mit ihrer anonymität bis in die hintersten wohnräume einiges beitragen dürfte und letztlich auch die attraktivität eines dorfwirtshauses oder kirchenwirtes für die nachfolgegeneration nicht mehr ausreichend gegeben ist.

das schlimmste dabei ist wohl die kommunikationsverarmung in den dörfern, denn diese gesellschaftliche entwicklung wird sich wohl nicht so schnell ändern. auch nicht mit viel geld.

die moderne art der unterhaltung scheint heutzutags die zumüllung des bekanntheitskreises mit irgendwelchen kopierten clip-, vido oder bildnachrichten zu sein, die wohl kaum jemanden interessieren, aber interessante rückschlüsse über den absender zulässt, ohne dass dieser es überhaupt merkt.

Spanidiga

Macht doch auch noch....Alkoholverbot....Diskusionsverbot...Lachverbot.....stellt vor jede Kneipe einen Streifenwagen.....usw. werdet sehen.....das hilft.....liebe Politiker....Ihr wisst schon...wo ihr eure Spesen los werdet.....