Die Tiroler Neos gehen in Klausur und haben Matrei in Osttirol als Ort dafür gewählt. Foto: Neos

Die Tiroler Neos gehen in Klausur und haben Matrei in Osttirol als Ort dafür gewählt. Foto: Neos

Tiroler NEOS auf Klausur im Osttiroler Matrei

Fokus auf die Gemeinderatswahl 2022. Im Iseltal wird nun getagt, um Themen zu setzen.

Die Tiroler NEOS begeben sich ein Mal pro Jahr auf Klausur. Nachdem bei der ersten Auflage der Bezirk Imst Ort des Geschehens war, zieht es die Pinken in diesem Jahr nach Matrei in Osttirol.

Laut Klubobmann Dominik Oberhofer kein Zufall, wie er in einem Pressegespräch am 11. Oktober betont: „Die Nationalratswahl ist geschlagen, in Tirol fokussieren wir uns bereits auf die Gemeinderatswahlen 2022. Dabei verschreiben wir uns einer verantwortungsvollen Politik – und Matrei ist mit seinem Bürgermeister hierfür landesweit als Negativbeispiel bekannt.“

Der Tiroler Klubobmann der NEOS will „optimal auf die Gemeinderatswahl 2022 vorbereitet sein.“ Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Laut Oberhofer will man künftig in der Tiroler Gemeindepolitik eine Rolle spielen, „da man nirgendwo sonst in der Politik näher an den Bürgern agiert.“ Der sparsame Umgang mit Steuergeld und Transparenz sei dabei besonders wichtig.

Flankiert wurde Oberhofer beim Pressegespräch in Lienz von Johannes Margreiter, der vor wenigen Wochen mit 12.837 Vorzugsstimmen in den Nationalrat gewählt wurde. Im Nationalratsklub wird er als Verkehrs- und Justizsprecher der NEOS zwei wichtige Aufgaben übernehmen. „Das Erreichen dieses Mandats war sehr gut für uns, es ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Wien und Tirol“, erklärt Margreiter.

Johannes Margreiter tritt als pinker Justizsprecher in Wien das Erbe von Irmgard Griss an.

Ihm sei klar, dass das Thema Mobilität, mit dem er sich künftig intensiv auseinandersetzen wird, ein sehr emotionales ist: „Auch in Osttirol ist beispielsweise die Bahnanbindung immer wieder ein Thema.“ Das Ziel in Tirol müsse es daher unter anderem sein, effiziente Bahnverbindungen und funktionierende Strukturen zu etablieren. „Mir ist natürlich klar, dass das auch ein Finanzierungsproblem ist, aber wir werden es angehen müssen“, betont Margreiter.

Ein weiteres Anliegen ist den NEOS eine „Politikerhaftung“. Mandatsträger sollen demnach bei „schuldhaftem politischem Handeln“ in die Haftung genommen werden können. „Dafür müssen aber auch alte Machtstrukturen aufgebrochen werden“, schließt der künftige Nationalratsabgeordnete mit einer Spitze gegen das Oberhaupt der Iseltaler Marktgemeinde.

Rund 20 Mandatare und Funktionäre der Tiroler NEOS tagen ab heute zwei Tage lang in Matrei, unter anderem um gemeinsam politische und inhaltliche Themen zu setzen.

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1 Posting bisher
Domenik

Es war mir als Gastgeber eine Ehre die Tiroler NEOS in Osttirol begrüßen zu dürfen. Zwei intensive, konstruktive Tage waren das in Matrei - aber ich bin überzeugt es hat sich gelohnt 😀